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Günter Ludolf: Fan-Invasion bei Trauerfeier befürchtet

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Günter Ludolf: Fan-Invasion bei Trauerfeier befürchtet

02.02.2011, 14:11 Uhr | dpa / CK, t-online.de, dpa

Günter Ludolf: Fan-Invasion bei Trauerfeier befürchtet. Kult-Schrotthändler Günter Ludolf ist tot. (Foto: Discovery Press / DMAX)

Kult-Schrotthändler Günter Ludolf ist tot. (Foto: Discovery Press / DMAX)

Die Ludolf-Brüder sind Kult im TV - und so schockte die Nachricht vom Tod Günter Ludolfs Zigtausende Fans. Viele von ihnen wollen persönlich von dem TV-Star Abschied nehmen. Deshalb wird inzwischen eine Fan-Invasion auf dem Urbacher Friedhof befürchtet, auf dem der Verstorbene am Freitag beigesetzt werden soll. Das berichtet die "Rhein-Zeitung".

Ursprünglich hatten die drei verbliebenen Ludolf-Brüder eine öffentliche Beerdigung am Freitag geplant und erklärt, sie würden sich über jeden Fan freuen, der ihrem Bruder das letzte Geleit gäbe. "Günter wäre stolz darauf", hatte Uwe Ludolf der "Rhein-Zeitung" noch gesagt. Doch dann sorgten sich die Brüder, die Fanmassen könnten zu groß werden, um eine würdige Trauerfeier abhalten zu können. Deshalb soll Günter Ludolf nun am Freitag im privaten Rahmen beigesetzt werden. Am Samstag soll es dann einen Empfang für die Fans geben, an dem diese am Grab des Verstorbenen Abschied nehmen und seinen Brüdern kondolieren können.

Kommen mehr als 25.000 Fans?

Für den Samstag wird nun ein Riesen-Fanansturm befürchtet - und das nicht ohne Grund. Denn im Jahr 2007, als die Ludolfs einmal zu einem Tag der offenen Tür einluden, standen 25.000 Fans vor der Tür und sorgten für Riesenchaos in ihrem Rheinland-Pfälzer Heimatort Dernbach, der Verbandsgemeinde Puderbach und sogar auf der A 3. Das lässt erahnen, was auf die kleine Heimatgemeinde der Ludolfs am Samstag zukommen könnte: "Das wird ein noch heftigerer Ansturm als damals beim Tag der offenen Tür", mutmaßte Verbandsgemeindebürgermeister Wolfgang Kunz gegenüber der "Rhein-Zeitung". Er zeigte sich aber überzeugt, dass die Verwaltung den zu erwartenden Massenauflauf zusammen mit Polizei und Feuerwehr meistern wird.

"Allein die Masse bereitet manchmal Probleme"

Etwas skeptischer klingt Brigitte Hasenbring, die Ortsbürgermeisterin von Urbach, wo Ludolf beigesetzt wird. Sie verwies darauf, dass "noch keine ähnlichen Berühmtheiten" auf dem Urbacher Friedhof beerdigt wurden, so dass Erfahrungswerte im Umgang mit den Fanmassen fehlen. "Bisher ist das Fanpublikum der Ludolfs ja nicht durch flegelhaftes Verhalten auffällig geworden", sagte sie zwar, aber: "Allein die Masse bereitet manchmal Probleme." Zudem appellierte Hasenbring an die Fans, sich am Samstag dem Anlass gemäß zu verhalten: "Abschied nehmen ist eine ruhige Veranstaltung und ein Friedhof kein Rummelplatz."

Die Könige vom Schrottplatz

Günter Ludolf, mit 56 Jahren der zweitälteste von vier Brüdern, war am Montagmorgen in seiner Wohnung in Dernbach tot aufgefunden worden. Die Brüder, die eine Autoverwertung betreiben, erlangten bundesweit Kultstatus mit der Doku-Serie "Die Ludolfs" auf dem Männerkanal Dmax. Darin sind sie die Könige vom Schrottplatz, die in ihrem Riesenreich der Ersatzteile jeden Tag kleine Abenteuer erleben. Günter - mit vollem Namen Horst Günter - Ludolf war dort als Telefonist und Kundenberater tätig. Stoische Ruhe, Gelassenheit und trockene Sprüche zeichneten ihn aus.

"Es ging ihm schon jahrelang schlecht"

Gefunden wurde der Verstorbene von seinem Bruder Uwe, wie der in einem von der "Rhein-Zeitung" auf Youtube verbreiteten Video berichtet. Jeden Tag habe er Günter abgeholt, um mit ihm zur Arbeit zu fahren. Doch am Montag erschien er nicht. "Ich bin dann rein und hab gesehen, wie er eingeschlafen war", sagte Uwe vor der Firmentür mit der Aufschrift "Heute geschlossen wegen Trauerfall". Der Arzt habe "Herzstillstand" festgestellt. "Vielleicht ist es besser so. Es ging ihm schon jahrelang schlecht. Für uns ist das ein großer Schock. Das ist, wie wenn man ein Stück vom Herz rausreißt."

Eine Schachtel Zigaretten im Sarg

In der Wohnung soll laut Uwe Ludolf erst einmal alles so bleiben, wie zuletzt von Günther eingerichtet. Die Thermoskanne und die Teetasse behalten ihren Platz. Der Sarg werde aus Eiche sein, fügte Manni Ludolf hinzu. Die verbliebenen Brüder trauern sehr, aber sie versichern: "Es bleibt bei uns alles beim Alten. Günters Platz, sein Becher und der Aschenbecher werden nicht angerührt. Und in den Sarg legen wir ihm eine Schachtel", sagte Manni Ludolf der "Rhein Zeitung".

DMAX wiederholt Kinofilm "Die Ludolfs: Dankeschön für Italien!"

Nach dem Tod des Kult-Schrotthändlers wiederholt der TV-Sender Dmax den Kinofilm "Die Ludolfs: Dankeschön für Italien!". Das teilte der zum Unternehmen Discovery Networks Deutschland gehörende Kanal am Dienstag mit. Der Kinofilm ist an diesem Mittwoch um 20.15 Uhr zu sehen. Mit der Serie "Die Ludolfs" wird es nach vier Jahren und acht Staffeln erstmal nicht weitergehen. Diese Entscheidung hat aber nichts mit Günter Ludolfs Tod zu tun, sondern wurde bereits im Dezember bekannt gegeben - und das trotz Topquoten für die Serie.

Einzelne Specials wird es noch geben

Geschäftsführer Magnus Kastner sagte damals im Interview mit "MEEDIA": “Wir wollen künftig nicht mehr der Sender sein, der nur für Formate wie die Ludolfs bekannt ist.” Die DMAX-Pressestelle erklärte nun zudem gegenüber dem Internetdienst "klatsch-tratsch.de": "'Die Ludolfs' leben davon, dass hier eine authentische Lebensgeschichte gezeigt wurde, nämlich der Alltag und die Begegnungen von vier Brüdern auf einem Schrottplatz im Westerwald." Das war mit zunehmendem Bekanntheitsgrad der Ludolfs offensichtlich nicht mehr so leicht möglich. Dennoch trennen sich "Die Ludolfs" und DMAX nicht ganz - es sollen bereits einzelne Specials in Planung sein.

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