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Vergabe der Grimme-Preise: Private gehen leer aus

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Private gehen bei Grimme-Preisen leer aus

16.03.2011, 15:45 Uhr | dpa / dapd, dapd, dpa, t-online.de

Vergabe der Grimme-Preise: Private gehen leer aus. Im Gegensatz zu den Privatsendern gewann Kurt Krömer einen Grimme-Preis. (Foto: dpa)

Im Gegensatz zu den Privatsendern gewann Kurt Krömer einen Grimme-Preis. (Foto: dpa)

Herbe Schlappe für die privaten Fernsehsender: Bei der diesjährigen Vergabe der Grimme-Preise gingen RTL, ProSieben und Co. leer aus - die Öffentlich-Rechtlichen räumten sämtliche Auszeichnungen ab. Dies komme erst zum zweiten Mal in 20 Jahren vor, sagte Grimme-Preis-Organisator Ulrich Spies am Mittwoch in Düsseldorf. "Die Öffentlich-Rechtlichen haben andere Möglichkeiten beim Budget", erklärte der Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann. "Eine gewisse Aufgabenteilung ist hier sichtbar." Mit dieser etwas ominösen Aussage dürfte wohl gemeint sein, dass die Privaten mit billig produzierten Trash-Formaten zwar für Quote sorgen, die Öffentlich-Rechtlichen aber für Qualität zuständig sind.

Seinen neunten Grimme-Preis darf Regisseur Dominik Graf für sein Mafia-Epos "Im Angesicht des Verbrechens" in Empfang nehmen. Die Jury kritisierte allerdings, dass die zehnteilige Gemeinschaftsproduktion (WDR/arte/Degeto/BR/SWR/NDR/ORF) einen besseren Sendeplatz als am Freitagabend gegen 22.00 Uhr verdient gehabt hätte. Auch andere große Namen wie Doris Dörrie und Götz George heimsten zum wiederholten Mal die begehrte Trophäe für TV-Qualität ein. "Es gibt eine Kontinuität in der Spitzenleistung", sagte Kammann.

Kurt Krömer: Nach sechs Nominierungen erster Preis

In der Kategorie "Unterhaltung" siegte erstmals Kurt Krömer mit seiner "Internationalen Show" (rbb). Er war bereits das sechste Mal nominiert und bisher immer leer ausgegangen. Die Show sei die "wahrscheinlich verlässlichste Überraschung, die das deutsche Fernsehen zu bieten habe", lautete die Begründung der Jury. Außerdem gewann Doris Dörries erste TV-Produktion "Klimawechsel" (ZDF) - eine sechsteilige Serie über vier Frauen in den Wechseljahren.

"Tatort" ausgezeichnet

Ausgezeichnet wurde auch die Verfilmung von Sven Regeners Roman "Neue Vahr Süd" mit Hauptdarsteller Frederick Lau als Wehrpflichtigem wider Willen. Weitere Sieger in der Kategorie "Fiktion": "In aller Stille" und der Tatort "Nie wieder frei sein" - beides vom Bayerischen Rundfunk. Außerdem gewann Aelrun Goettes Sozialdrama "Keine Angst" (WDR) über eine Kölner Hartz-IV-Familie.

Öffentlich-Rechtliche siegen gegen Private

In der Kategorie "Information & Kultur" erlangten im letzten Jahr die Privaten einen Doppelerfolg - die Preise gingen damals an eine DSF-Doku und ein ProSieben-"Galileo Spezial". In diesem Jahr konnten wieder die Öffentlich-Rechtlichen den Sieg einfahren: Der NDR überzeugte mit "Aghet - Ein Völkermord" über das Schicksal der Armenier in der Türkei. "Iran Elections 2009" (WDR/Arte) beschreibt mit Hilfe von Comic-Animationen die Niederschlagung der Demokratiebewegung im Iran.

Fernsehen soll mutig bleiben

Für seinen Mut mit dem Grimme-Preis belohnt wurde in der Kategorie "Information" der rbb mit seinen Kurzepisoden "20 x Brandenburg", die, gesendet zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr, auch überdurchschnittliche Zuschauerquoten erzielten. Jury-Mitglied Ingrid Schöller appellierte an die Programm-Verantwortlichen: "Wir wünschen uns, dass das Fernsehen mutig bleibt und gute Dokumentationen nicht immer nur nach hinten packt. Man kann das Publikum auch entwöhnen."

Ehrenpreis für Thomas Gottschalk

Den Sonderpreis Kultur des Landes NRW bekam der Kinderkanal mit seiner "Schnitzeljagd im heiligen Land", den Publikumspreis der Marler Gruppe erhält "Zivilcourage" (WDR) mit Götz George. Die Gala mit der Übergabe der 47. Grimme-Preise 2011 findet am 1. April im Stadttheater von Marl statt. Dann wird auch Thomas Gottschalk dabei sein, dem der Ehrenpreis für sein Lebenswerk zugesprochen worden war. Der Grimme-Preis wird seit 1964 jährlich an qualitativ herausragende Fernsehproduktionen verliehen. Das Grimme-Institut mit Sitz in Marl ist das Medieninstitut des Deutschen Volkshochschul-Verbandes.

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