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Verstoß gegen Menschenwürde? RTL und "Super Nanny" wehren sich

15.04.2011, 11:00 Uhr | LS

RTL und "Super Nanny" wehren sich. Verstoß gegen die Menschenwürde: "Super Nanny" Katharina Saalfrank wehrt sich. (Foto: Imago)

Verstoß gegen die Menschenwürde: "Super Nanny" Katharina Saalfrank wehrt sich. (Foto: Imago)

Nach dem Vorwurf der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), eine Folge der RTL-Sendung "Die Super Nanny" würde gegen die Menschenwürde verstoßen, wehren sich jetzt Sender und "Super Nanny" Katharina Saalfrank. "Wenn von Verletzung der Menschenwürde gesprochen wird, dann geschieht diese doch vor allem durch die häusliche Gewalt der Mutter an dem Kind und nicht durch das Aufdecken und Thematisieren dieser", so Saalfrank. RTL kann die Beanstandung der besagten Folge nicht nachvollziehen, hält sie gar für unangemessen und hat gegen den Bescheid Rechtsmittel eingelegt. Die KJM hatte eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro verhängt.

Die Beschwerde der KJM bezieht sich auf die Folge vom 5. Mai 2010, die das psychisch und physisch gewalttätige Verhalten einer Mutter gegenüber ihren zwei- und fünfjährigen Mädchen zeigt: Die Mutter schreit ihre fünfjährige Tochter an, droht ihr mit Schlägen, ignoriert sie und schlägt sie zuletzt tatsächlich, ohne dass das Kamerateam eingreift. Dreimal werden die problematischen Szenen gezeigt, unter anderem auch in einem Werbefilm zur Sendung. Das Kind werde dadurch in seinem sozialen Achtungsanspruch verletzt und zum Objekt der Zurschaustellung degradiert, urteilten die Jugendschützer.

Saalfrank bei beanstandeter Szene nicht dabei

Zur "Bild-Zeitung" sagte Katharina Saalfrank: "Ich habe die Situation nicht selbst erlebt, sonst hätte ich sofort eingegriffen." Warum das Kamera-Team tatenlos zusah, erklärt sie so: "Sie erstatten zunächst Bericht über den Zustand in der Familie - vergleichbar mit dem Entstehen von Bildern aus Krisengebieten, wo ebenfalls Berichterstattung geschieht." Als sie selber die Familie besuchte, hätte sie sofort das Jugendamt eingeschaltet. Die staatlichen Stellen vor Ort hätten die Situation in dieser Familie aber nicht so dramatisch eingeschätzt, sodass erst nach der Ausstrahlung endlich Hilfe kam, berichtet Saalfrank weiter.

"Es kann sich nichts verändern, wenn wir nicht hinschauen"

Das Urteil der KJM versteht sie nicht: "Täglich erfahren viele Kinder hinter geschlossenen Türen diese oder ähnliche Misshandlungen - das darf nicht verschwiegen werden. Es kann sich nichts verändern, wenn wir nicht hinschauen. Wenn wir jetzt darüber diskutieren, ob die Offenlegung einer Misshandlung von Kindern im Fernsehen nicht angemessen ist, dann verschließen wir die Augen und schauen weg, vergessen diese Kinder, die Hilfe brauchen, bagatellisieren und tabuisieren," so die "Super Nanny" gegenüber "Bild".

RTL fordert einheitliche Bewertungsmaßstäbe

Bei RTL heißt es zu den Vorwürfen: "Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) hat bei einer nachträglichen Prüfung der fraglichen Folge übrigens keinen Verstoß gegen die Menschenwürde feststellen können, zudem hat die Staatsanwaltschaft Köln an dieser Sendung nichts Strafbares feststellen können. Für die Zukunft gilt es nun, einheitliche und verbindliche Maßstäbe zu entwickeln und festzulegen, auf welcher Grundlage Verletzungen der Menschenwürde festgestellt werden können," so eine Sprecherin.

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