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MDR suspendiert Unterhaltungschef Udo Foht

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MDR suspendiert Unterhaltungschef Udo Foht

28.07.2011, 09:44 Uhr | dpa, dpa

MDR suspendiert Unterhaltungschef Udo Foht. Unterhaltungschef Udo Foht wurde vom MDR suspendiert. (Foto: dpa)

Unterhaltungschef Udo Foht wurde vom MDR suspendiert. (Foto: dpa)

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat seinen Unterhaltungschef Udo Foht (60) wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs mit sofortiger Wirkung suspendiert und Strafanzeige erstattet. Interne Überprüfungen hätten ergeben, dass Foht seine Position für private Zwecke missbraucht habe, begründete der Sender die Entscheidung in einer Mitteilung vom Mittwoch in Leipzig. Der Sportchef und künftige Direktor des MDR Fernsehens, Wolf-Dieter Jacobi, übernehme bis auf weiteres die Leitung der Unterhaltung zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben.

Bei den Überprüfungen nach dem Ki.Ka-Skandal sei bekanntgeworden, dass Foht offizielles MDR-Geschäftsbriefpapier für private Zwecke genutzt und Dritte zu Zahlungen veranlasst habe. Ob er sich dadurch einen persönlichen Vorteil verschafft habe, sei noch unklar, so der Sender.

Foht für Stellungnahme nicht erreichbar

Unabhängig davon könne der MDR nicht hinnehmen, dass ein Unterhaltungschef seine Position für außerdienstliche Zwecke missbrauche, erklärte der Sender weiter. Foht sei deswegen von seinen Aufgaben entbunden worden. Der MDR prüft auch weitere arbeitsrechtliche Schritte gegen den 60-Jährigen. Die interne Revision wurde mit einer Sonderprüfung beauftragt. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist dem MDR durch den Fall kein finanzieller Schaden entstanden. Foht war am Mittwochabend für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Großer Betrugsskandal beim Ki.Ka

Bei dem größten Betrugsskandal im öffentlich-rechtlichen Fernsehen war der frühere Herstellungsleiter des ARD/ZDF-Kinderkanals (Ki.Ka) zu fünf Jahren und drei Monate Gefängnis verurteilt worden. Der MDR ist beim Kinderkanal federführend. Der einstige Ki.Ka-Manager hatte laut Anklage mit fingierten Aufträgen und Scheinrechnungen den Erfurter Sender um Millionen geprellt. Das Geld trug er zum größten Teil in die Spielbank. Gegen das Urteil legte sein Verteidiger Mitte Juli Revision ein.

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