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"Mietpreller"-Chefin zu Eklat: "War moralisch nicht okay"

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"Mietpreller"-Chefin zu Eklat: "War moralisch nicht okay"

05.08.2011, 13:55 Uhr | SKO, dpa

Nach dem Wirbel um angeblich manipulative Produktionsmethoden bei der RTL-Dokusoap "Mietprellern auf der Spur" mit Moderatorin Vera Int-Veen und der angekündigten Prüfung durch die Landesmedienanstalt Niedersachen (NLM) hat sich nun die Chefin des zuständigen Produktionsunternehmens Imago TV zu Wort gemeldet. Im Interview mit dem Mediendienst "Kress Report" sprach Imago-Chefin Andrea Schönhuber von einem "gravierenden Fehler" und von "Realitätsverschiebungen" bei manchen Autoren von TV-Produktionen.

Grund für den Wirbel um die Dokusoap war eine Szene, bei der sich Int-Veen ohne eindeutige Erlaubnis Zutritt zur Wohnung einer pflegebedürftigen Frau verschafft haben soll. Aufgedeckt wurde dies durch Rohmaterial des Drehs, das der "Bild"-Zeitung zugespielt wurde. In der fraglichen Folge soll Int-Veen einem nicht volljährigen Jungen zwar ein "Ja" zum Betreten der Wohnung entlockt haben. Laut NLM sei es aufgrund des Rohmaterials aber auch möglich, dass der Junge eine ganz andere Frage bejaht habe.

"Es war völlig unnötig"

In dem "Kress Report"-Interview hat Schönhuber nun angekündigt, das Bewusstsein für Ethik bei ihren Mitarbeitern schärfen zu wollen. Auf die Frage, was schiefgelaufen sei, sagte sie: "Es war nicht nur ein gravierender Fehler, das Rohmaterial so umzuschneiden, dass dem Jungen ein 'Ja' untergeschoben wurde. Es war auch völlig unnötig, denn unser Team hat schließlich die Schwester der Familie begleitet, die sich als Pflegeberechtigte große Sorgen um die Lebensumstände ihrer Mutter machte."

"...dennoch darf das nicht sein"

Weiter verwies sie darauf, dass man es einerseits mit einer rechtlichen, andererseits mit einer ethischen Ebene zu tun habe: "Manchmal steht man juristisch auf der richtigen Seite - und trotzdem ist es moralisch nicht okay. Um das Bewusstsein meiner Mitarbeiter entsprechend zu schärfen, habe ich nochmals intensiv mit ihnen gesprochen." Gleichzeitig verwies sie aber auch auf die verschwimmenden Grenzen zwischen Fiktion und Realität, die durch viele gescriptete Formate entstanden sind: "Wir beschäftigen viele freie Autoren, die auch für andere Produktionsfirmen arbeiten und oft zwischen gescripteten und gescripteten Formaten hin- und her wechseln. Da mögen im Kopf durchaus Realitätsverschiebungen entstehen, dennoch darf das nicht sein."

Frage, ob Verfahren eingeleitet wird

Spannend bleibt nun, was die Prüfung der NLM ergibt. Untersucht werden soll, ob ein Anfangsverdacht in Bezug auf die Verletzung rundfunkrechtlicher Bestimmungen vorliegt. Sollte tatsächlich ein Verfahren eingeleitet werden, hätte RTL vier Wochen Zeit, um Stellung zu den Vorwürfen zu nehmen. Am Ende droht eine Beanstandung. Ein Bußgeld können die Medienwächter allerdings nicht verhängen.

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