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"Die Super Nanny": Saalfrank nennt Gründe für das Aus

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"Die Super Nanny": Saalfrank nennt Gründe für das Aus

25.12.2011, 17:46 Uhr | bas

"Die Super Nanny": Saalfrank nennt Gründe für das Aus. Katharina Saalfrank nennt nun Gründe für ihr Ausscheiden bei der RTL-Reihe "Die Super-Nanny" (Quelle: dapd)

Katharina Saalfrank nennt nun Gründe für ihr Ausscheiden bei der RTL-Reihe "Die Super-Nanny" (Quelle: dapd)

"Die Super Nanny" machte Erziehungstipps wie die "Stille Treppen" populär und zeigte so manche Erziehungsdefizite in deutschen Familien auf. Doch vor einigen Wochen wurde das Aus der beliebten RTL-Serie bekannt gegeben. Nach sieben Jahren und 145 Folgen stellte RTL seine Coaching-Show "Die Super Nanny" ein und bereits Mitte November wurde die letzte Folge ausgestrahlt. Nun hat die "Super Nanny" Katharina Saalfrank in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" ihre tatsächlichen Gründe für die Trennung von RTL und für das Aus des TV-Formats erläutert. Dazu gehörten nach ihren Angaben der "hohe Druck" und "eine Art unnötiger Dramatik".

Wie Katharina Saalfrank der Zeitung berichtet, seien die Interessen aller beteiligten schon immer sehr unterschiedlich gewesen, aber waren über Jahre gut zu verbinden gewesen. "Jetzt gehen die Interessen eben auseinander. Da wächst die Geschwindigkeit, mit der man arbeiten soll, es gibt schnellere Schnitte, Wiederholungen drastischer Szenen in Zeitlupe oder Großaufnahmen von traurigen Kinderaugen, außerdem hinterlegte Musik, eine Art unnötige Dramatik, gerade bei den zwölf sehr schwierigen Familien in der letzten Staffel."

Keinerlei Drehbücher für "Die Super Nanny"

Auch zu den kursierenden Vorwürfen, bei den Dreharbeiten zu den Sendungen seien Drehbücher genutzt worden, nimmt die TV-Pädagogin Stellung: "In dem Format wurde nie gescripted, es wurden nie Anweisungen gegeben, wir hatten keinerlei Drehbücher. Im Gegenteil, alles war echt. Die Familien, die Probleme, die Gewalt." Und das bedauert Saalfrank fast, denn vieles sei doch auch sehr traurig für die Kinder gewesen. Gegenüber dem TV-Sender RTL hat sie keinerlei negative Empfindungen: "Ich bin ganz ohne Groll gegangen." Sie sei eigentlich sehr glücklich gewesen, dass sie auf RTL diese aufklärerische Arbeit leisten durfte. Und sie ist sicher, dass sich heute gewiss mehr Leute trauen sich notfalls für ihre Familien Hilfe zu suchen.

Zukunftspläne mit "Nein, Mama!"

Über ihre Zukunft hat sich die ehemalige RTL-"Super Nanny" auch schon Gedanken gemacht und hat ziemlich konkrete Pläne vorzuweisen: Sie habe ein Live-Abendprogramm mit dem Titel "Nein, Mama!" entworfen. Mit dieser Show möchte sie ab Mai 2012 unterwegs sein und auf diesem Wege den interessierten Menschen Lösungsansätze bei Problemen mit Kleinkindern oder Pubertierenden liefern.

Immer wieder harte Kritik

Das RTL-Format "Die Super Nanny" war bereits mehrfach in die Kritik geraten. Und erst im Oktober hatte der Deutsche Kinderschutzbund den Privatsender angegriffen und ihn aufgefordert die Sendung zu streichen. In der kritisierten Szene ging es darum, dass eine Mutter ihre fünfjährige Tochter mehrfach schlägt und beschimpft, was die "Super Nanny" selbst als "Kindesmisshandlung" bewertet habe. Der Kameramann oder der Redakteur, die danebenstanden, hatten aber nicht eingegriffen.

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