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Kandidat mit "Supergehör" hat bei Pilawa getrickst

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Kandidat mit "Supergehör" hat bei Pilawa getrickst

27.01.2012, 08:57 Uhr | SKO, t-online.de

Über sechs Millionen Zuschauer sahen zu, als Jörg Pilawa Ende Dezember in seiner gleichnamigen ZDF-Show "Deutschlands Superhirn 2011" kürte. Neben weiteren Gedächtnis- und Rechenkünstlern war auch der Musiklehrer Gerhard Wolters als Kandidat dabei: "Ich habe das Supergehör, was diese Ohren hören, das hört kein anderer", behauptete er. So könne er bei einem Symphonieorchester mit verbundenen Augen hören, welcher Musiker gerade nicht mitspielt. In der Show schien es so, dass ihm seine Darbietung gelungen ist. Doch in Wahrheit bediente sich Wolters eines Tricks. Denn das Orchester im Studio hatte ihm akustische Zeichen gegeben, wie der Essener Musikstudent Klaus Kauker (24), der die Sendung gesehen hat, im Nachhinein feststellte. Seine Behauptung begründet Kauker in seinem Video.

Bei Wolters Auftritt spielte das Jugendsinfonieorchester Kassel zweimal hintereinander die Filmmelodie von "Mission: Impossible". Beim zweiten Mal setzten dann vier Musiker aus. Wolters trug eine Brille, mit der er nicht sehen konnte, welche Musiker das waren. Trotzdem erkannte der Lehrer nicht nur, dass beispielsweise eine der ersten Geigen fehlte, sondern auch, welcher Geiger gerade aussetzte.

"Wenn ihr mich fragt: unmöglich"

"Wenn ihr mich fragt, (...) ist das unmöglich", findet Student Kauker, der sich bei der Darbietung wohl eher wie bei einer Uri-Geller-Show vorkam. Deshalb analysierte er den Auftritt nach der Sendung en Detail und dokumentierte das Ganze in Form eines Youtubevideos. Zu einer Stelle, bei der beispielsweise eine der Geigen aussetzte, sagt er in dem Clip: "Im besten Fall kann man hören, dass die Stimme ein bisschen dünner klingt als vorher." Anders Wolters, der obendrein gehört haben will, dass exakt der vierte Geiger nicht mitspielte. Nach eingehender Analyse kam Kauker zu dem Ergebnis, dass die verbliebenen Geiger an der Stelle den Ton im vierten Takt etwas höher spielten. Dadurch hätten die Musiker dem Kandidaten aktiv signalisiert, welcher ihrer Mitstreiter gerade nicht mitspielt. Dem ungeübten Zuhörer sei das freilich nicht aufgefallen, so Kauker weiter.

Stärkere Akzente gesetzt

Sein verblüffendes Fazit lautet deshalb, dass das Orchester und der Kandidat unter einer Decke steckten. Auf Nachfrage von "Spiegel Online" bestritt noch nicht einmal Wolters selbst, dass in der Show getrickst wurde: "Die Akustik in dem Studio war zu schlecht", weshalb das Orchester stärkere Akzente habe setzen müssen, da sein Auftritt sonst nicht gelungen wäre. Auf Nachfrage habe das ZDF jedoch erklärt, dass dem Sender von einem Trick nichts bekannt gewesen sei: "Die Leistung, die Herr Wolters für die Sendung anbot, erschien beeindruckend", habe es geheißen. Auch die wissenschaftlichen Berater der Sendung hätten Wolters "ungewöhnliche und erstaunliche Leistung" bestätigt.

"Im Konzertsaal kein Problem"

Den Enthüllungen von Student Kauker zum Trotz hält Wolters an seinem Supergehör fest: "Hätte die Aufführung in einem Konzertsaal stattgefunden, wäre es kein Problem für mich gewesen", sagte er gegenüber "Spiegel Online". Dann hätte er die jeweiligen Musiker, die gerade aussetzten, auch ohne diese Akzentuierung herausgehört.

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