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Zoff hinter den Kulissen: Was für ein Spiel treibt die ARD mit Gottschalk?

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Zoff hinter den Kulissen: Was für ein Spiel treibt die ARD mit Gottschalk?

23.03.2012, 11:13 Uhr | CK/dpa, t-online.de, dpa

Zoff  hinter den Kulissen: Was für ein Spiel treibt die ARD mit Gottschalk?. Hinter den Kulissen von "Gottschalk Live" kracht es gewaltig. (Quelle: dapd)

Hinter den Kulissen von "Gottschalk Live" kracht es gewaltig. (Quelle: dapd)

Es ist ganz schön befremdlich, was zurzeit hinter den Kulissen von "Gottschalk Live" geschieht. Steht die ARD nun hinter Thomas Gottschalk und gibt ihm Zeit zur Entfaltung oder wird die Show schnellstmöglich abgesetzt? Die Antwort hängt davon ab, wen man fragt. Und es scheint ganz so, als werde bei der ARD ein mieses Spiel mit dem Entertainer getrieben.

Nachdem am Donnerstag Spekulationen um ein vorzeitiges Aus für "Gottschalk Live" und sinkenden Rückhalt für die Show bei den ARD-Intendanten die Runde machten, meldete sich Thomas Gottschalk selbst zu Wort. Der 61-Jährige erklärte gegenüber "bild.de", er habe mit ARD-Programmdirektor Volker Herres gesprochen. Sein Fazit war durchaus positiv: "Volker Herres hat mir heute nochmals versichert, dass er hinter der Sendung steht."

"Klar, dass das in vier Wochen keine zehn Prozent sein können"

Der Programmdirektor habe ihm versichert, dass die Show weitergehe, "wenn sich bis Ende April die inhaltliche Qualität verbessert und es bei den Quoten wieder einen Aufwärtstrend gibt. Ihm ist klar, dass das in vier Wochen keine zehn Prozent sein können, und er hat gesagt, dass das in der ARD auch niemand verlangen wird."

Herres: "Unser Ziel sind mindestens zehn Prozent"

Was Volker Herres gegenüber "bild.de" sagte, klingt allerdings ganz anders: "Ich habe ihn erinnert, dass unser Ziel mindestens zehn Prozent sind und jetzt rasch ein starker Trend nach oben gehen muss." Ansonsten tue sich die ARD bei einer Entscheidung über die Fortsetzung der Sendung schwer. Komisch, wie unterschiedlich ein und dasselbe Gespräch von zwei Personen empfunden werden kann.

"Ich bin nur der Hausmeister"

Die Stimmung zwischen Gottschalk und der ARD scheint jedenfalls deutlich angespannt, wie sich auch in dem Monolog zeigte, mit dem Gottschalk seine Show am Donnerstag begann. In Anspielung auf den Studioumbau, der zurzeit vonstatten geht und bis Montag abgeschlossen sein soll, sagte der Moderator: "Wie das halt beim Bau so ist, gab es kurz vor dem Richtfest heute nochmal richtig Aufregung. Weil, da gab es so eine Eigentümerkonferenz und da wollten ein paar das Ding gleich wieder einreißen (...). Aber dann haben die Investoren ein Machtwort gesprochen und jetzt ist wieder Ruhe." Er habe mit all dem nichts zu tun: "Ich bin nur der Hausmeister."

"Ich bin Entertainer, kein Hinterzimmer-Akteur"

Diese Botschaft war ganz offensichtlich an die ARD-Chefs gerichtet, die sich in einer Konferenz am Montag mehrheitlich für ein Ende von "Gottschalk Live" ausgesprochen haben sollen. Vor allem der letzte Satz deutet Gottschalks Enttäuschung darüber an, wie bei dem Sender mit ihm umgegangen wird. Das klang auch in seinen Worten gegenüber "bild.de" durch: "Die Sendung macht mir endlich großen Spaß. Den lasse ich mir durch das Durchstechen von Falsch- und Halbwahrheiten nicht nehmen. Ich bin Entertainer, kein Hinterzimmer-Akteur", sagte er. Viel deutlichere Worte fand unterdessen der verantwortliche "Gottschalk Live"-Redakteur Carsten Wiese. Der sagte dem "Münchner Merkur", es mache ihn "traurig und wütend", wie manche in der ARD mit dem Moderator umgingen.

Interner Machtkampf bei der ARD?

Doch warum gibt es bei der ARD überhaupt solche Querelen um die Show? Nach Informationen des Branchendienstes "DWDL.de" ist ein interner Machtkampf zwischen NDR und WDR daran schuld. Demnach habe die WDR-Intendantin Monika Piel bei der Verpflichtung von Gottschalk den NDR übergangen. Der hatte geglaubt, mit den "Heiter bis tödlich"-Krimis eine Lösung für die Quotenprobleme am Vorabend gefunden zu haben. Doch diese Pläne wurden mit "Gottschalk Live" über den Haufen geworfen, weshalb der NDR - von dem auch Volker Herres kommt - von Anfang an über Gottschalk nicht glücklich gewesen sei. Und so ist der Moderator nun scheinbar zum Spielball der ARD-internen Streitigkeiten geworden.

Marktanteil zurzeit bei etwa fünf Prozent

Wie es mit "Gottschalk Live" weitergeht, bleibt also abzuwarten. Grundsätzlich sieht es für die Show jedoch nicht gut aus: Die ARD kann die Sendung zum Beginn der Sommerpause im Juni einstellen, wenn sie nicht bis zum 20. April auf einen durchschnittlichen Marktanteil von zehn Prozent kommt. Dieser Marktanteil ist noch in weiter Ferne: Am Donnerstag schalteten gerade mal 1,06 Millionen Zuschauer ein - das waren magere 4,2 Prozent. Der durchschnittliche Marktanteil der Show liegt bei etwa fünf Prozent. Als Gottschalk noch "Wetten, dass..?" fürs ZDF moderierte, interessierten sich rund zehnmal so viele Zuschauer für ihn.

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