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Thomas Gottschalk: "Bis Juni mach' ich hier Taliban-Fernsehen"

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Gottschalk: "Bis Juni mach' ich hier Taliban-Fernsehen"

19.04.2012, 11:35 Uhr | dpa/CK, dpa

Thomas Gottschalk: "Bis Juni mach' ich hier Taliban-Fernsehen". "Gottschalk Live" wird zum 7. Juni eingestellt. (Quelle: dpa)

"Gottschalk Live" wird zum 7. Juni eingestellt. (Quelle: dpa)

Spekulationen gab es schon lange, am Mittwoch wurde es offiziell: "Gottschalk Live" wird am 7. Juni wegen zu geringer Quoten abgesetzt. Kurz nach der Meldung ging Thomas Gottschalk mit seiner Show auf Sendung - doch statt Abschiedstränen oder bitteren Worten gegen die ARD-Oberen gab es zunächst nur Business as usual. Bis der Moderator verkündete: "Bis Juni mach' ich hier Taliban-Fernsehen."

Bis Gottschalk sich in seiner Show über deren Absetzung äußerte, dauerte es allerdings eine ganze Weile. Denn der 61-Jährige verzichtete darauf, einen Eröffnungsmonolog zu der gerade gefällten Entscheidung der ARD-Geschäftsführung zu halten. Stattdessen zog er zunächst einfach sein Programm durch - bis Anke Engelke kam und ihm doch noch ein paar Kommentare entlocken konnte.

"Jetzt einfach heimgehen? Nein."

Bei einer Diskussion um die Frauenquote fragte die Komikerin: "Warum sind es in erster Linie Männer, die Plätze nicht freigeben?", worauf Gottschalk trocken antwortete: "Ich geb' meinen frei demnächst. Ich gehe mit gutem Beispiel voran." Allerdings möchte der Moderator bis zum bitteren Ende auf Sendung bleiben. Denn als Engelke ihm riet: "Du solltest den Intendanten zuvorkommen und hinschmeißen", sagte Gottschalk: "Jetzt einfach heimgehen? Nein." Er mache weiter bis Juni. "Dann soll aber 'ne Frau hier sitzen. Ich gehe nur, wenn hier 'ne Frau kommt; ein Kerl - das kann ich selber."

Im Gegensatz zu Schmidt wenig Galgenhumor

Schließlich ließ sich der Fliege tragende Gottschalk zu dem Scherz hinreißen, er werde fortan "Taliban-Fernsehen" betreiben: "Heute zum letzten Mal die Fliege, morgen komm ich schon ohne Krawatte, dann geht's aber los." Doch das war es dann auch schon mit Äußerungen zum Ende seiner Show. Schade eigentlich.

Denn Harald Schmidt machte vor einigen Wochen vor, wie man gelungen auf seine Absetzung reagiert. Als das Aus für seine Sat.1-Show beschlossen wurde, machte er das in der Show zum zentralen Thema und frotzelte: "Ich hab' meinen Sender rausgeschmissen. (...) Ich habe noch nie harte Fernsehmanager so heulen sehen, bis ich sie endlich gezwungen habe, mir die Kündigung zu unterschreiben, weil ich sage: Ich möchte frei sein."

Von der ARD als Heils- und Quotenbringer engagiert

Dieser Galgenhumor, der Mut, über die eigene Niederlage Witze zu machen, fehlte Gottschalk am Mittwoch noch. Doch der Moderator hatte mit seiner Show schließlich auch ganz andere Voraussetzungen als Schmidt. Während letzterer seit Jahren am späten Abend und bei niedrigen Quoten sendet, war Gottschalk als ehemaliger "Wetten, dass..?"-Moderator überaus erfolgsverwöhnt. Zudem wurde er von der ARD als eine Art Heils- und Quotenbringer engagiert, der die "Todeszone" am Vorabend beleben sollte. Sich nun das Scheitern dieses Vorhabens eingestehen zu müssen, kann nicht leicht sein.

Das Aus als Chance

Doch wer weiß: Wenn der erste Schock vorüber ist, verhilft die beschlossene Absetzung "Gottschalk Live" vielleicht noch einmal zu verspäteter Hochform. Denn nach monatelangen quälenden Quotendiskussionen und mehreren Nachbesserungsmaßnahmen ist endlich der Druck von Gottschalk genommen. In den verbleibenden sieben Wochen kann der Entertainer in seiner Show nun eigentlich machen, was er möchte. Wäre doch schön, wenn das Aus nochmal zur Chance wird.

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