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Gottschalk und Schmidt wie "Dinosaurier Opfer ihrer Übergröße"

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Gottschalk und Schmidt wie "Dinosaurier Opfer ihrer Übergröße"

19.04.2012, 16:03 Uhr | dapd/CK, dapd

Gottschalk und Schmidt wie "Dinosaurier Opfer ihrer Übergröße". Die Shows von Thomas Gottschalk und Harald Schmidt stehen vor dem Aus. (Quelle: dpa)

Die Shows von Thomas Gottschalk und Harald Schmidt stehen vor dem Aus. (Quelle: dpa)

Früher waren sie gefeierte TV-Stars, nun will sie niemand mehr sehen: Nach Harald Schmidt muss jetzt auch Thomas Gottschalk die Absetzung seiner Show akzeptieren. Doch woran liegt es, dass die ehemaligen Quotengaranten plötzlich scheitern? Medienexperte Uwe Kammann sieht den Grund in "Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen".

In einem dapd-Interview sagte der Direktor des Grimme-Instituts in Marl, das die renommierten Grimme-Preise für Fernsehschaffende vergibt: "Mich erinnert das auch ein bisschen an das Schicksal der Dinosaurier, die schließlich ihrer eigenen Übergröße zum Opfer gefallen sind."

Im Fall Gottschalks kritisierte Kammann die ARD. Diese habe Gottschalk nicht die richtige Form und nicht den richtigen Platz geboten. "Das war ja wie ein Zwangskorsett für ihn, das konnte nicht funktionieren", meinte er. Gottschalk habe seine eigentlichen Stärken nicht ausspielen können. "Ich habe immer gedacht: Wer soll denn bloß einen Anzug kaufen, der schon beim Hingucken knittert oder zu kratzen scheint? Dieses Unbehagen, das Gottschalk selber hatte, dieses Ungenügen: Das war ja immer zu spüren", meinte Kammann.

Schneller Einsatz wichtiger als gutes Konzept

Er fügte hinzu: "Ich glaube, die ARD war so stolz auf ihren vermeintlichen Coup, ihn vom großen Konkurrenten abgeworben zu haben, dass ihr der schnelle Einsatz wichtiger war als die Überlegung 'Wie kann ich ein wirklich gutes Konzept bauen'. Da hätte man sicher mehr Geduld und mehr Sorgfalt in der Vorbereitung gebraucht."

Harald Schmidt "nur noch eine Hülle seiner selbst"

Dass Sat.1 die Late-Night-Show von Harald Schmidt ebenfalls wegen zu geringer Einschaltquoten beendet, erklärte Kammann mit Schwächen des Stars: "Ich habe ihn lange schon nur noch als eine Hülle seiner selbst gesehen - so als ob er seiner eigenen Rolle und der des Mediums überhaupt überdrüssig wäre." Irgendwann helfe dann auch kein Kultstatus mehr. "Er hat sich selbst mal als Medienhure bezeichnet. Womöglich ist er inzwischen mehrheitlich auch so wahrgenommen worden", sagte Kammann.

"Auch ein Prominentenbonus verbraucht sich"

Einen gemeinsamen Grund dafür, dass Gottschalk, Schmidt sowie auch Johannes B. Kerner abgemeldet sind, sieht Kammann darin, "dass sich auch ein Prominentenbonus verbraucht, wenn sich die Erwartungen des Publikums an den realen oder den wahrgenommenen Leistungen brechen oder auch wenn sich das gewohnte Umfeld stark verändert".

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