08.08.2012, 11:48 Uhr | CK, t-online.de
Ob "Anna", "Timm Thaler" oder "Nesthäkchen": Die ZDF-Weihnachtsserien waren in den 80er Jahren echte Straßenfeger. Millionen schalteten ein, wenn die Mehrteiler zu den Feiertagen ausgestrahlt wurden, und die Hauptdarsteller wurden über Nacht zu Stars. Doch der plötzliche Ruhm erwies sich für manche als Fluch - wie für die unlängst verstorbene "Anna"-Darstellerin Silvia Seidel, die einst klagte, die Rolle habe ihr Leben versaut.
1987 hatte sich Seidel als Ballerina an der Seite von Patrick Bach in die Herzen der TV-Zuschauer getanzt. Dem erfolgreichen TV-Mehrteiler folgte ein Kinofilm, im Alter von 18 Jahren erhielt die Schauspielerin einen Bambi. Doch Seidel litt unter dem frühen Ruhm und der Tatsache, dass sie in den folgenden Jahren nicht mehr daran anknüpfen konnte. "Ich habe mein Leben damit verbracht, unberühmt zu werden", sagte Seidel einmal in einem Interview. Am 6. August wurde bekannt, dass die Schauspielerin im Alter von nur 42 Jahren gestorben ist. Die Polizei geht von einem Suizid aus.
Das Schicksal der Schauspielerin ist ein besonders tragisches. Doch Seidel war nicht der einzige Kinderstar beim ZDF, der mit dem frühen Erfolg zu kämpfen hatte. Über Nacht standen die Jungstars damals im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Tommi Ohrner, der mit "Timm Thaler" 1979 die Ära der ZDF-Weihnachtsserien begründete, beklagte sich auf dem Höhepunkt seines Ruhms in einem Interview über die unzähligen Briefe und Telefonanrufe, die er erhielt, und bat die Fans genervt um Zurückhaltung.
Dem Druck und der plötzlichen Popularität standzuhalten war für die jungen Schauspieler nicht immer einfach. So sagte Kathrin Toboll, die 1983 das junge "Nesthäkchen" spielte, einmal in einem Interview mit RTL: "Für ein zehnjähriges Kind ist das teilweise ganz schön heavy." Ihre Mutter verbot ihr daraufhin weitere Engagements, das "Nesthäkchen" blieb Tobolls einzige Rolle. Inzwischen ist die 39-Jährige als Filmproduzentin hinter der Kamera tätig.
Für Tommi Ohrner hingegen bildete die Rolle als Junge, der sein Lachen verkauft, den Grundstein seiner TV-Karriere. 1981 drehte er die populäre Fußballserie "Manni, der Libero", später spielte er in Reihen wie "Die glückliche Familie" und "Verbotene Liebe" mit. Auch als TV-Moderator war Ohrner aktiv, vor allem in den 90er Jahren. In dieser Zeit moderierte er Shows wie "Herzklopfen" oder "Die versteckte Kamera". Inzwischen ist es im Fernsehen etwas ruhiger um den ehemaligen Kinderstar geworden. Auf dem Radiosender Bayern 1 ist der heute 47-Jährige aber noch immer täglich als Moderator zu hören. Außerdem spielte er 2012 im Kinofilm "Das Haus der Krokodile" mit.
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