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Star Race: Fremdschämen mit Sarah Engels und Pietro Lombardi

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"Star Race": Fremdschämen mit Sarah und Pietro

28.08.2012, 12:49 Uhr | jho, t-online.de

Star Race: Fremdschämen mit Sarah Engels und Pietro Lombardi. "Star Race": Bei der Körperpflege verbrauchen Sarah und Pietro den Wasservorrat des kompletten Dorfs. (Quelle: RTL)

"Star Race": Bei der Körperpflege verbrauchen Sarah und Pietro den Wasservorrat des kompletten Dorfs. (Quelle: RTL)

Sechs C-Promis stolpern planlos durch die Philippinen - und RTL hält die Kamera drauf: Beim "Star Race" mussten sich drei Promi-Teams in drei Tagen mit nur einem Euro Tagesbudget per Anhalter durch das Land kämpfen. Übernachtet wurde bei den Einheimischen - falls man sich denn ohne Dolmetscher verständigen konnte. Die Pseudo-Abenteuershow schwankte zwischen zäh und unterhaltsam, kam ohne künstliches Drama aus, bot aber einige Gelegenheiten zum Fremdschämen, vor allem, wenn es um das DSDS-Pärchen Pietro und Sarah ging. Am Ende kamen Jimi Blue Ochsenknecht und Nino de Angelo - ausgerechnet vom "Team Gemütlich" - zuerst in Manila an.

Das DSDS-Pärchen Sarah Engels und Pietro Lombardi beschäftigte sich vorwiegend mit sich selbst - mit nicht immer positiven Folgen. Als Übernachtungsgäste in einem Dorf der philippinischen Ureinwohner brauchten die beiden deren gesamten Wasservorrat auf, weil sie sich mal wieder waschen wollten - Ignoranz pur. Über die entsetzten Blicke ihrer Gastgeber wunderten sie sich zwar durchaus, die Einsicht kam aber erst, als es aus dem Hahn nur noch tropfte.

Aber immerhin sorgte Pietro mit seinen verzweifelten Versuchen, sich auf Englisch verständlich zu machen, auch immer wieder für Erheiterung, so zum Beispiel, als er Freundin Sarah als "She is my only husband" ("Sie ist mein einziger Ehemann") vorstellte. Ob die Philippinos irgendetwas von seinem Sprach-Kauderwelsch verstanden haben oder nur zu freundlich waren, um nachzufragen?

Am Ende stolperte das Pärchen aber über sich selbst: Weil Sarah nach einem Spiel, bei dem sie durch ein matschiges Reisfeld stapfen musste, ihre Schuhe wegwarf und später nur einen wiederfand, verloren die beiden wertvolle Zeit und gerieten noch dazu in Streit. Die Folge: Sie flogen als erste raus und konnten nicht mehr um den Sieg mitkämpfen.

Sympathischstes Team gewinnt

Stattdessen entschieden Nino De Angelo und Jimi Blue Ochsenknecht das "Star Race" für sich. So hat das Team gewonnen, das insgesamt zwar völlig planlos war, aber dennoch am sympathischsten rüberkam. Ohne Stress gingen die beiden die RTL-Schnitzeljagd an, wollten auch was von Land und Leuten sehen und zeigten ehrliches Interesse an ihrer Umgebung. Besonders rührend war Jimi Blue Ochsenknecht, der sich für eine Übernachtung bedankte, indem er dem Sohn des Hausbesitzers seine Armbanduhr schenkte, weil der so fasziniert davon war.

Ochsenknecht und de Angelo entwickelten erst als es wirklich darauf ankam genug Kampfgeist, um gegen "Team Blond" zu bestehen. Denn Mirja Du Mont und Jenny Elvers-Elbertzhagen waren zwar gut gestartet, dann aber von heimtückischen Viren - Jenny übergab sich eine ganze Nacht lang und musste ärztlich behandelt werden - und unerbittlichen Autofahrern, die nicht anhalten wollten, aufgehalten worden.

Mit ihren ständigen Beteuerungen, sie seien keine typischen Blondinen und wollten die entsprechenden Klischees beim "Star Race" widerlegen, strapazierten Mirja und Jenny zudem die Nerven der Zuschauer. Und wirklich gelungen ist es ihnen auch nicht, es sei denn es war insgeheim ihr Ziel zu beweisen, wie man es auch unter widrigsten Bedingungen immer schafft, perfekt geschminkt zu bleiben. Die Frisur und die Schminke saßen jedenfalls von Anfang bis Ende.

Die Rache des Hühnchens

Mit lustigen Spielchen hielt sich RTL glücklicherweise sehr zurück. Jeden Tag mussten die Promis zwar eine Aufgabe bewältigen, dies ging aber erfreulich schnell über die Bühne. Zuerst ging es darum, ein Huhn zu fangen und dann über eine Tagesetappe mit sich herumzuschleppen, bevor man es als Gastgeschenk wieder los wurde. Für diese tierquälerische Aktion rächte sich eines der Hühnchen prompt, indem es Nino de Angelo vollkackte, was dem aber wiederum wenig ausmachte. Im zweiten Spiel ging es darum, zehn Säcke Reis mit dem Ochsenkarren über ein Reisfeld zu transportieren und als "Belohnung" einen 15-Kilo-Sack bis zum nächsten Tagesziel zu schleppen.

Glücklich also, wer beim Trampen auf freundliche Autofahrer stieß, die bereit waren, die Teams mitzunehmen. Erstaunlich oft waren das Besitzer neuer, klimatisierter SUVs - ob dabei nur Zufall oder gar RTL-Trickserei im Spiel war, man weiß es nicht. Überhaupt waren die Begegnungen der Promi-Teams mit den Einheimischen noch das Anrührendste des gesamten "Star Race". Unglaublich hilfsbereit und gastfreundlich öffneten die Philippinos den seltsamen Weißen ihre Türen und retteten so die Promi-Teams manches Mal vor einer Übernachtung auf der Straße. Völkerverständigung bei RTL. Auch mal was Neues.

Der vielleicht positivste Aspekt der Show: Die Gewinner durften ihre Siegergage von 10.000 Euro an eine Wohltätigkeitsorganisation ihrer Wahl spenden. De Angelo und der Ochsenknecht-Sohn entschieden sich erfreulicherweise für die Straßenkinder von Manila, die das Geld wahrlich gut gebrauchen können. Angesichts der Summen, die RTL für DSDS-Sieger oder Haus-Renovierungen rauswirft, hätte man sich allerdings auch eine deutlich höhere Gewinnsumme gewünscht.

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