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Gottschalk rudert bei Silbereisen-Kritik zurück

19.10.2012, 10:12 Uhr | dpa/SaSch/CK

Gottschalk rudert bei Silbereisen-Kritik zurück. Thomas Gottschalk rudert zurück. (Quelle: dpa)

Thomas Gottschalk rudert zurück. (Quelle: dpa)

Nach seiner Kritik an Florian Silbereisen hat Thomas Gottschalk offenbar kalte Füße bekommen und rudert jetzt zurück. Er sagte gegenüber der "Bild"-Zeitung: "Wer mich kennt, weiß, dass ich gegen niemanden etwas habe. Auch nicht gegen Florian Silbereisen". Gottschalk hatte den Musiker am Mittwoch bei einer Vorlesung an der Uni Heidelberg unter großem Beifall als "größten Irrtum in der Fernsehgeschichte" bezeichnet.

Silbereisen wirke in seinen Shows auf ihn immer etwas gekünstelt, sagte Gottschalk später. "Dass ich ihn deswegen als ,Irrtum' bezeichnet habe, tut mir jetzt schon wieder leid. Sorry Florian, du hast einen gut bei mir. Außerdem kann es ihm egal sein, denn fünf Millionen Zuschauer geben ihm Recht."

Silbereisen als "Carolin-Reiber-Klon" bezeichnet

Gottschalk nannte den 31-Jährigen zudem einen "Carolin-Reiber-Klon", dessen Sendungen er für grenzwertig und fragwürdig zugleich halte. Silbereisen reagierte betont cool. "Ich freue mich, dass wir so viele Zuschauer haben und dass Gottschalk scheinbar dazu gehört", erklärte der Moderator der "Feste der Volksmusik" am Donnerstag. "Auch über das 'Supertalent' hat Gottschalk oft gelästert, heute sitzt er dort in der Jury und findet die Sendung toll. Vielleicht leitet er irgendwann meinen Fanclub."

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Vortrag über Quoten und Anspruch im TV

Im Rahmen der "Heidelberger Hochschulreden" der Hochschule für jüdische Studien hatte Gottschalk am Mittwoch einen 30-minütigen Vortrag gehalten zum Thema: "Lassen sich Quote und Anspruch in der heutigen Fernsehunterhaltung noch auf einen Nenner bringen?". Danach beantwortete der TV-Star eine Stunde lang Fragen aus dem Publikum, das aus rund 400 Zuhörern bestand. Dabei gab der frühere "Wetten, dass..?"-Moderator offen zu, dass es in der Gegenwart fast unmöglich sei, mit einem qualitativ und intellektuell hochwertigen TV-Programm ein Millionen-Publikum zu erreichen. Ein Hauptgrund dafür sei die Verringerung der Aufmerksamkeitsfähigkeit.

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