23.11.2012, 14:03 Uhr | dpa, dapd
Es scheint ein Abschied auf Raten zu sein: Der an Parkinson erkrankte Kabarettist und Schauspieler Ottfried Fischer verabschiedet sich von der Sendung "Ottis Schlachthof". Am 23. November läuft der Kabarett-Stammtisch letztmalig im Bayerischen Fernsehen. Jetzt verrät der 59-Jährige auch, warum er sich der Arbeit vor der Kamera nicht mehr gewachsen fühlt.
"Der Kollege Parkinson stört am meisten durch die Unsicherheit. Und das war auch der Grund, warum wir gesagt haben: Vorsichtshalber lassen wir es ausklingen - weil man eben nie ganz sicher sein konnte, was er anstellt", sagte Fischer der "Passauer Neuen Presse".
Die Erkrankung habe ihn zwar nicht zum Aufhören gezwungen. "Andererseits sage ich mir: Lieber eine Woche zu früh als einen Tag zu spät", sagte Fischer. Liveauftritte empfinde er als weniger belastend. Seine jüngsten Auftritte seien sehr gelungen gewesen. "Das gibt mir viel Mut und Hoffnung, dass ich auf der Bühne noch eine Zeit lang weitermachen kann", sagte der Schauspieler.
Mehr als 170 Folgen der Sendung mit Stammtisch-Charakter hat Fischer moderiert. Dabei gab er nicht nur bereits bekannten Künstlern eine Plattform, sondern bot auch jungen Talenten ein Karriere-Sprungbrett. Fischer selbst hat zu seinem Abschied ein Gedicht geschrieben. Es schließt mit den Worten: "Freude deshalb weil's so schön war - nicht Trauer weil's vorbei!"
"17 Jahre lang stand die Sendung für ausgezeichnetes Kabarett in all seinen Facetten", sagte die BR-Unterhaltungschefin Annette Siebenbürger. "Mit Respekt und Hochachtung danke ich Ottfried Fischer, der mit seiner unvergleichlichen, einzigartigen Persönlichkeit 'Ottis Schlachthof' zur erfolgreichen Kultsendung etabliert hat."
Quelle: dpa, dapd
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