10.01.2013, 16:03 Uhr | t-online.de
Dieter Bohlen ätze gegen den Kandidaten Martin: "Das ist zwischen Durchschnitt und Aufschnitt, sonst Kacke!" (Quelle: RTL)
In die zehnte Staffel der RTL-Kult-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" starteten Dieter Bohlen und seine neue Jury sehr zaghaft und handzahm. Doch schon in der zweiten Show ließen Bohlen, Bill und Tom Kaulitz ihre böse Seite raushängen und quälten so manchen miesen Kandidaten.
"Ich bin Martin, scharf und schnell", tönte der schlaksige Zahnspangenträger vor der DSDS-Jury. Er sei total sportlich und wolle das neue Supertalent werden. Das ließ sich der Pop-Titan nicht zweimal sagen und schickte ihn eine riesige Treppe hoch und wieder runter. Bohlen, Bill und Tom Kaulitz sowie Mateo genossen das Schauspiel des Kandidaten. Der alte Bohlen scheint zurück – und an diesem Abend konnte der Zuschauer noch weitere Boshaftigkeiten von Bohlen und Co. genießen.
Nach dem Sprint über die Treppe durfte der sportliche Martin noch ein bisschen mit dem Popo wackeln, eigentlich sollte er tanzen. Und außer Atem ließen sich auch nicht mehr die besten Töne hervorbringen. "Das ist zwischen Durchschnitt und Aufschnitt, sonst Kacke", urteilte Bohlen mit einem boshaften Lächeln.
Eine junge Dame wollte Dieter Bohlen so richtig beeindrucken. "Er soll sagen: 'Wow, was für eine Ausstrahlung, was für eine Stimme'", wünschte sich Quendressa. Und das tat der Pop-Titan dann auch – und ergänzte: "Was für eine Stimme: wie eine Karre voll Mist. Das war für heute der allerschlechteste Auftritt." Und wieder hatte der Pop-Titan mit ein paar Worten eine kleine Menschenseele ins persönliche Unglück gestürzt.
Auch "Mr. Kopfhörer" Can Beigin ließ sich von der DSDS-Jury richtig vorführen. Er selbst war der Überzeugung, ein wahres Multi-Talent und ein Gesangsgenie zu sein. Und ohne Kopfhörer ginge bei ihm gar nichts. Schon nach drei Tönen war klar: Von Singen konnte hier keine Rede sein. Doch Tom Kaulitz fiel dem genervten Bohlen in den Rücken: "Von mir bekommt er ein Ja." Entsetzen bei Bohlen! Wird es hier noch zu einem Streit in der DSDS-Jury kommen?
Am Ende Erleichterung beim Pop-Titan: Die Jury weitete den peinlichen Auftritt noch aus und hatte mächtig Spaß, dem schiefen Gesang zuzuhören. Auch Bill und Tom tauten in dieser Show auf und zeigten ihre böse Seite. "Das ist schlechter als Menderes", sagte Bohlen dem enttäuschten Beigin abschließend.
Als die süße Lisa Wohlgemuth die DSDS-Bühne betrat, war ganz schnell klar, dass sie wohl nicht das letzte Mal vor die Jury treten würde. Vor allem die Kaulitz-Brüder hatten nur Augen für die rothaarige Schönheit. Die quirlige und geschwätzige Lisa berichtete von ihrer Leidenschaft für schnelle Autos und legte dann eine witzige Show hing. Der Gesang war zwar nur mittelmäßig, aber ihre Performance war echt unterhaltsam. Das fand auch die Jury und schickte die junge "Sängerin" in den Recall. Bill und Tom wollten sie ganz offenbar wiedersehen.
In der zweiten Sendung hatte RTL mal wieder auf die Gemeinheiten einer DSDS-Jury und vor allem eines Dieter Bohlen gesetzt. Wollte man so den miesen Quoten entgehen? Zumindest war auffällig, dass die echten Sänger diesmal in den Hintergrund rückten. Dem Schüler Tim David gönnte RTL noch ein paar Sendeminuten – und der 20-Jährige holte sich mit seiner unbestritten außergewöhnlichen Stimme ein "1000 Mal 'Ja'" bei Bohlen ab. Beim hübschen Tim durfte auch die rührselige Lebensgeschichte nicht fehlen – seine Mutter war früher vom Vater geschlagen worden. Bei ihm stimmt also eindeutig das "Gesamtpaket" – er ist im Recall.
Weitere tolle Talente spulte der Sender im Schnelldurchlauf ab. Bleibt abzuwarten, ob der Trend zur Bösartigkeit für bessere Quoten bei DSDS sorgen kann.
Quelle: t-online.de
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