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"Tatort: Puppenspieler" schlägt Zuschauer in seinen Bann

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Bremer Action-"Tatort" schlägt Zuschauer in seinen Bann

25.02.2013, 18:39 Uhr | Nibo

"Tatort: Puppenspieler" schlägt Zuschauer in seinen Bann. Mitreißend: Der Bremer "Tatort: Puppenspieler" war Krimikost vom Feinsten.  (Quelle: Radio Bremen)

Mitreißend: Der Bremer "Tatort: Puppenspieler" war Krimikost vom Feinsten. (Quelle: Radio Bremen)

 

Er ging. Blickte sich noch einmal um. Schulterte sein Handgepäck und ließ Kollegin Inga Lürsen (Sabine Postel) ganz lässig am Bremer Flughafen zurück, um sein Glück in der Ferne zu suchen. Damit setzte Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen) den bittersüßen Schlusspunkt eines Bremer "Tatorts", der den Zuschauer über 90 Minuten in atemloser Spannung verharren ließ. Action, Gefühle, Politik, Humor und Spannung hielten sich die Waage und sorgten für einen gelungenen Krimiabend. Chapeau!

Nils Stedefreund hat die Schnauze voll von durchschnittlicher Polizeiarbeit und will stattdessen im afghanischen Kundus Polizisten ausbilden. Der viel zu frühe Tod seines besten Freundes Manni ließ den Bremer Kommissar die Sinnhaftigkeit seines Lebens komplett in Frage stellen: "Ich hab' das Gefühl, ich bin nur noch Beifahrer in meinem eigenen Leben." Seine Verwirrung und seine Trauer bildeten den Rahmen um die kriminalistische Story der jüngsten "Tatort"-Folge "Puppenspieler".

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Und diese Geschichte konnte mit jeder Menge gutem Krimistoff aufwarten. Mit einer Mischung aus Gesellschaftskritik, Beziehungsdrama, politischer Erpressung und eiskalt ausgeführten Serienmorden verstreut über die gesamte Republik war für jeden Krimifan etwas dabei.

Sexvideo - Erpressung - Mord

Um über die umstrittene Vertiefung der Weser zu beraten, treffen sich angesehene Juristen in der Hansestadt. Unter ihnen der oberste Richter der Republik, Konrad Bauser (stark: Christoph M. Ohrt). Der muss sich jedoch bald nicht nur mit wütenden Bremer Umweltschützern, sondern vor allem mit einem kursierenden Sexvideo herumschlagen, das ihn beim Sex mit der minderjährigen Mel zeigt.

Das Mädchen und ihr Freund Ole erpressen Bauser und drohen mit Veröffentlichung des Tapes. Kurz darauf ist Ole tot, ein weiteres Video taucht auf und die Schlinge um den Hals des Richters zieht sich immer enger zusammen. Im Fortgang der Ermittlungen wird klar, dass der Bremer Mord nur eines von mehreren, scheinbar willkürlich ausgeführten Verbrechen ist, die bislang alle auf ihre Aufklärung warten.

Raffinierte Montage und facettenreiche Story

Zugegeben. Es wurde den Zuschauern gleich in den ersten Minuten sehr viel abverlangt. Jede Menge Informationen prasselten in schneller Schnittfolge auf sie ein. Schallgedämpfte Schüsse peitschten unablässig, Blut spritzte, ein eiskalter Mord folgte dem nächsten. Aber genau diese ungewöhnliche Montage und raffinierte filmische Umsetzung von Regisseur Florian Baxmeyer gab dem spannungsgeladenen Drehbuch von Christian Jeltsch die nötige Dynamik.

Um ein wenig Ruhe in den Krimitornado zu bringen, setzte Baxmeyer ab und an sehr schöne Nachtfahrten durch das erleuchtete Bremen ein und ließ sanfte Musik einspielen. Bevor der nächste Wirbelsturm anrückte. Korrupte Kollegen beim BKA, Verschleierungstaktik, geheime Akten und mobile Mordkommandos erschwerten zusätzlich die Arbeit der Kommissare.

One-Night-Stand mit dem Neuen

Aufgemischt wurde der graue Bremer Ermittlungsdschungel durch den freundlichen neuen Kollegen (Stedefreunds Nachfolger), der sich gleich recht breit machte, nicht nur im Dienst sondern auch im privaten Alltag der ansonsten so spröden Hauptkommissarin Lürsen. Leo Ulfanoff (Antoine Monot Jr.) kam mit breitem Kreuz und jeder Menge Know-how daher und überforderte so manchen Mitarbeiter mit seiner guten Laune.

Inga Lürsen brachte er zum Lachen und landete nach gemeinsamen Recherchen bis spät in die Nacht sogar im Bett der kühlen Blonden. Dem Zuschauer stand in dieser Szene ebenso der Mund offen wie dem entgeisterten Stedefreund, dem Lürsen mit einem verschmitzten Lächeln erklärte: "Ich weiß auch nicht. Ist eigentlich gar nicht mein Typ."

Geglücktes Nebeneinander von äußerer und innerer Welt

Fazit: Das Nebeneinander von sachlicher, kühler Mordgeschichte "da draußen" und innerer, emotionaler Sinnsuche jeder einzelnen Figur - im Zentrum: Herr Stedefreund - machten diesen Krimi unverwechselbar. Der Zuschauer wurde unter Dauerstrom gesetzt und erfuhr in Ansätzen, wie sehr auch vermeintlich unabhängige Gesetzesentscheidungen häufig politisch getrieben oder sogar manipuliert sein können.

Autor Christian Jeltsch lieferte mit seinem mittlerweile vierten Bremer Tatort den bis dato besten ab.

Solide Quote

So hielten denn auch eine ganze Menge Zuschauer dem "Tatort" am Sonntagabend die Treue und sorgten für eine gute Quote: rund 3,02 Millionen waren es in der werberelevanten Zielgruppe der 14 bis 49-Jährigen, das sind 20,3%. Auch im Gesamtpublikum lief der "Tatort" mit 9,65 Millionen Zuschauern spitze.

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