25.02.2013, 15:40 Uhr | dpa, t-online.de
Bei seiner fünften "Wetten, dass..?"-Ausgabe hat Markus Lanz in Sachen Publikumsresonanz einen Tiefstand erreicht. Nur 8,57 Millionen Zuschauer verfolgten den ZDF-Klassiker aus Friedrichshafen vor den Fernsehern. Zwar rangierte die Sendung damit deutlich vor Dieter Bohlens DSDS auf RTL (3,92 Millionen). Bei der Januar-Ausgabe hatte Lanz jedoch noch über neun Millionen Zuschauer erreicht, im Dezember immerhin knapp neun Millionen. Derweil wurde bekannt, dass der 43-Jährige seinen "Wetten, dass..?"-Job wegen der heftigen Kritik nach seiner zweiten Show fast schon einmal hingeschmissen hätte.
Neuen Mut werden die jüngsten Zuschauerzahlen Lanz somit nicht gerade verschaffen. Obwohl er das offenbar gut gebrauchen könnte. Denn wie jetzt bekannt wurde, wollte er seinen Job nach der zweiten Show mit dem missglückten Auftritt von Hollywoodstar Tom Hanks fast schon hinschmeißen. Gegenüber der "Berliner Zeitung" erklärte Lanz: "Kurz vor Weihnachten, nach all der gekünstelten Empörung über eine Katzenmütze, war ich müde und habe mich gefragt: Warum tut man sich das eigentlich an? Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich wieder zu sammeln."
Dass er seinen Elan aber dennoch nicht verloren hat, zeigt allein schon der Umstand, dass Lanz seine Wettschuld aus der jüngsten Show gleich am Sonntagmorgen eingelöst hat. So hatte er bei "Wetten, dass..?" die Saalwette verloren, weshalb er im drei Grad kalten Bodensee schwimmen gehen musste. Sage und schreibe 90 Minuten lang schwamm er rund anderthalb Kilometer von Lindau aus nach Lochau bei Bregenz in Österreich - und kommentierte das Ganze anschließend ironisch mit den Worten: "Schön war's." So sei es trotz eines Neoprenanzugs sehr kalt im Wasser gewesen. Zwischenzeitlich hätten ihn sogar Möwen umkreist: "Da meinte ich, so etwas wie Mitleid zu erkennen."
In der Show hatten der ehemalige Torwart-Titan Oliver Kahn, Komiker Michael Mittermeier, die Dschungel-Stars Joey Heindle und Olivia Jones, die "Tatort"-Ermittler Axel Prahl und Simone Thomalla, Ex-Skiweltmeister Hermann Maier und vorübergehend auch Sänger Justin Timberlake auf dem Sofa Platz Platz genommen. Cindy aus Marzahn war wieder als Lanz' Assistentin mit von der Partie.
Wettkönig wurde Daniel Rall, der auf zwei Rädern springend mit der Fahrradspeiche Bierflaschen öffnete. Das Publikum belohnte ihn für den emotionalsten Kampf der Show: Rall rang nicht nur hörbar mit seiner Grippe, sondern auch mit der Trauer um seinen verstorbenen Vater, mit dem er für die Wette geübt hatte. "Papa für dich!", rief er unter Tränen, als die zwanzigste Flasche innerhalb von drei Minuten geöffnet war.
Heimlicher Star war jedoch die siebenjährige Lina Mai. Sie schaffte es, die Buchstaben von beliebig ausgewählten Wörtern in Binärcodes umzurechnen. Fassungslos hörten die Stars auf dem Sofa zu, während das Mädchen Reihen wie "Null Eins Null Null Null Eins Eins" aufzählte. "Wie ein Computer das berechnen würde", erläuterte Lanz - doch wie die Siebenjährige das anstellte, blieb selbst dem ehemaligen Mathestudenten Prahl schleierhaft.
Quelle: dpa, t-online.de
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