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Dieter Pfaff: Sein Tod "war sehr friedlich, ohne Kampf"

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"Der Dicke" ist tot: Dieter Pfaff starb im Kreise seiner Familie

07.03.2013, 10:24 Uhr | bas, dpa

Dieter Pfaff: Sein Tod "war sehr friedlich, ohne Kampf". Dieter Pfaff und seine Ehefrau Eva Maria bei der Verleihung der Goldenen Kamera 2005. (Quelle: imago/Future Image)

Dieter Pfaff und seine Ehefrau Eva Maria bei der Verleihung der Goldenen Kamera 2005. (Quelle: imago/Future Image)

Der Schauspieler Dieter Pfaff ist tot. Er spielte sich als "Der Dicke" in die Herzen der TV-Zuschauer und war ein echter Publikums-Liebling. Aber auch privat gab der Pfundskerl viel Liebe und bekam sie auch zurück. "Sein größter Erfolg war die Familie", sagte jetzt seine Tochter bei "bild.de".

Am Dienstagmorgen sei der 65-jährige Schauspieler im Kreise seiner Familie gestorben, berichtet die Tochter der Zeitung. "Es war sehr friedlich, ohne Kampf. Sein größter Erfolg war die Familie. Er hat sehr viel Liebe gepflanzt und jetzt zum Schluss auch geerntet." Aber auch seine Kollegen haben nur liebevolle Gedanken an den TV-Star: "Er hat immer 'Frau Pfaff' hinter mir hergebrüllt (mein Mann heißt doch so). Ich werde ihn vermissen... Frau Pfaff wünscht dir gute reise, lieber Dieter", so nimmt Nachrichtensprecherin Judith Rakers Abschied vom "Dicken". Lesen Sie hier, wie Uwe Ochsenknecht und weitere Stars Dieter Pfaff "Leb´ wohl" sagen.

Bei Pfaff war im Herbst 2012 Lungenkrebs diagnostiziert worden. Er sagte Dreharbeiten ab, musste sich mehreren Chemotherapien unterziehen und hatte ein Ziel: Er wollte wieder vor der Kamera stehen. Erst Anfang Februar hatte der Schauspieler in der "Bild am Sonntag" verkündet: "Der Krebs ist weg". Er wollte seine Hauptrolle in der fünften Staffel der ARD-Serie "Der Dicke" ab März wieder einnehmen. Zuletzt hatte Pfaff für das Erste im Sommer 2012 als unkonventioneller Psychotherapeut "Bloch" vor der Kamera gestanden. Die Folge mit dem Titel "Die Lavendelkönigin" sei aber noch nicht ausgestrahlt worden, berichtet seine Agentin.

Er arbeitete hart an seiner Genesung

Der Schauspieler freute sich schon auf die Dreharbeiten in diesem Frühjahr, doch ließ er verlauten: "Man darf die Nachwirkungen der Chemotherapie und der Bestrahlungen nicht unterschätzen. Ich bin noch richtig schlapp." Er arbeite hart daran, schnell wieder gesund zu werden. "Ich mache Krafttraining sowie eine Atem- und Stimmtherapie", sagte er damals dem Blatt. In den letzten Tagen hatte er sich dann aber erneut in einer Lungenklinik behandeln lassen.

Sender reagieren auf plötzlichen Tod

Nach dem plötzlichen Tod des beliebten Schauspielers ändern auch mehrere Fernsehsender kurzfristig ihr Programm. Der WDR zeigte deshalb am Mittwochabend um 22.15 Uhr die Wiederholung "Bloch - Tod eines Freundes“. Der NDR wird nach eigenen Angaben um 22 Uhr erneut eine "Heimatgeschichte: Das Erbe von Greetsiel“ ausstrahlen.

Am Donnerstagabend um 22 Uhr können die Fernsehzuschauer Pfaff noch einmal in "Unser Pappa - Herzenswünsche“ sehen. Das ZDF erinnert am Donnerstag um 00.45 Uhr mit "Sperling und die Katze in der Falle“ an den Schauspieler und am Freitag um 23.30 Uhr mit der Krimikomödie "Balthasar Berg - Sylt sehen und sterben“. Freitagnacht gibt es im NDR eine Wiederholung von "Inas Nacht“ und "Talkshow Classics“ mit Pfaff. Die ARD will am Donnerstag statt "Donna Leon“ zwei Folgen der Serie "Der Dicke“ ausstrahlen. Das Erste wird zudem am Mittwoch, den 13. März mit "Das Labyrinth“ eine neue Folge der beliebten Serie "Bloch“ zeigen, in der Pfaff einen Psychotherapeuten verkörperte.

Er lebte in Generationen-WG

Er selbst nannte sich gern "Märchenonkel für Erwachsene", erzählte seine Geschichten aber fast nur in seinen Filmen - in Talkshows sah man ihn selten, denn er meinte, dass "ein Schauspieler immer ein Geheimnis braucht". So hielt er es auch mit seinem Privatleben. Mit seiner Frau, den erwachsenen Zwillingen und deren Familien lebte er bis zuletzt in einer Generationen-WG unter einem Dach.

Ein echter Publikumsliebling

Dieter Pfaff war einem großen Publikum als Franziskanerpater in "Bruder Esel", als Kommissar "Sperling", Psychotherapeut "Bloch" und als Rechtsanwalt Dr. Gregor Ehrenberg ("Der Dicke") bekannt geworden. In der Rolle des wohlbeleibten Juristen kümmerte sich Pfaff "mit viel Herz und Verstand um die Probleme der Menschen", würdigte ARD-Vorsitzender und NDR-Intendant Lutz Marmor den Schauspieler. Pfaff habe Ehrenberg als einen Mann gespielt, "der sich einmischt, wo andere wegsehen, der Werte lebt wie Mitmenschlichkeit und Toleranz, mit aller Schlitzohrigkeit, die einen erfolgreichen Anwalt ausmacht", so Marmor. "Wahrhaftig, beharrlich, einfühlsam und von einzigartiger Präsenz" sei Pfaff als Schauspieler gewesen. "Diese Eigenschaften machten ihn unverwechselbar."

"Dieter Pfaff war der ARD und dem NDR eng verbunden. Mit seinem Tod verliert das deutsche Fernsehen eine wichtige Persönlichkeit. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie", so Marmor weiter. Auch ZDF-Fernsehspielchef Reinhold Elschot erklärte in Mainz: "Dieter Pfaff war ein Volksschauspieler erster Güte, das Publikum und wir werden ihn sehr vermissen." Den Menschenversteher hat Pfaff in vielen Rollen verkörpert - sich aber auch im realen Leben als Unicef-Sonderbotschafter gegen den Einsatz von Kindersoldaten engagiert. Es war seine Glaubwürdigkeit, die die Zuschauer an dem Mimen mit Leibesfülle und Bildschirmpräsenz schätzten.

Nach einem abgebrochenen Lehramtsstudium hatte Pfaff zunächst als Dramaturg, Autor und Regisseur beim Theater gearbeitet. Als ihm der endgültige Durchbruch gelang, war er fast 50 Jahre alt. Der verstorbene Schauspieler erhielt zahlreiche Auszeichnungen: 1996 bekam er für seine Rolle als Kriminaloberrat Vollmer in der Serie "Balko" den Adolf-Grimme-Preis, 1997 erhielt er den Grimme-Preis noch einmal für "Bruder Esel". Zudem wurde Pfaff unter anderem mit dem Bayerischen Fernsehpreis und der "Goldene Kamera" geehrt.


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