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ARD-Arztserien als "süß parfümierter Hirnschiss" kritisiert

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ARD-Arztserien als "süß parfümierter Hirnschiss" kritisiert

06.05.2013, 10:24 Uhr | CK, dpa

ARD-Arztserien wie "In aller Freundschaft" versammeln allwöchentlich Millionen TV-Zuschauer vor dem Fernseher. Doch nun sehen sie sich harscher Kritik ausgesetzt - und zwar aus den eigenen Reihen. Die ARD-Fernsehjournalistin Sonia Mikich kritisiert die Arztserien ihres Senders in einem Interview als "süß parfümierten Hirnschiss".

Weiter sagte die ehemalige Kriegsreporterin dem "Spiegel": "Diese Arztserien stabilisieren ein Bild der Klinik als sterile Welt, in der alles gut läuft, wo ein Arzt ein Heilsbringer ist und man sich vertrauensselig ausliefern kann." Dieser Kitsch führe dazu, dass die Leute nicht mehr skeptisch seien und Fragen stellen. "Aber Skepsis ist auch im Krankenhaus sehr wichtig", so Mikich, die beim WDR die Programmgruppe Inland leitet und für Sendungen wie "Monitor" oder "Menschen hautnah" verantwortlich ist. Die ARD wollte die Aussagen Mikichs auf Anfrage nicht kommentieren.

Fürchterliche Erfahrungen im Krankenhaus

Einen eigenen Krankenhausaufenthalt im Jahr 2009 habe sie wegen Fehleingriffen und falscher Entscheidungen von Ärzten als fürchterlich empfunden, sagte Mikich dem Magazin weiter. Damals hätten sich nach einer Operation Erreger in ihrem Bauch ausgebreitet. "So haben sich innerhalb von zwei Wochen meine anfänglich harmlosen Bauchschmerzen in eine fast tödliche Situation verselbständigt."

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Wettbewerbsdruck im Gesundheitswesen angeprangert

In dem jetzt erschienenen Buch "Enteignet", das sie gemeinsam mit zwei "Monitor"-Journalisten geschrieben hat, prangert Mikich nach "Spiegel"-Angaben die Ökonomisierung des Gesundheitswesens an, die etwa zu überflüssigen OPs führe. "Nach einem Jahr Recherche weiß ich, dass meine Erlebnisse kein Einzelfall sind." Wettbewerbsdruck könnte nach Mikichs Einschätzung etwa aus dem System verschwinden, wenn jedes fünfte Krankenhaus in Deutschland geschlossen würde. Die Politiker aber ignorierten die Missständen einfach.

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