13.05.2013, 13:13 Uhr | bas, t-online.de
Was für ein Durcheinander bei der RTL-Rateshow "Wer wird Millionär?": Noch nie hat eine Frage bei Günther Jauch für so viel Wirbel gesorgt wie die nach der Herkunft des Worts "Tribüne". Der Kandidat hatte auf seinen Publikumsjoker, eine junge Jurastudentin, gehört und somit 124.500 Euro verloren. Nun sagt ein Professor: zu Unrecht.
Bei der brisanten WWM-Folge ging es um die Frage: "Wer auf der 'Tribüne' Platz nimmt, tut dies der Wortherkunft zufolge eigentlich, um ...?" "A: gekrönt zu werden", "B: Recht zu sprechen", "C: Orgien zu feiern" und "D: Almosen zu verteilen". Kandidat Jérôme Adjallé und die Studentin entschieden sich für Antwort D und scheiterten. Doch die beiden bekommen nun Rückendeckung von einem echten Experten. Nach Ansicht des Jura-Professors Maximilian Herberger von der Universität Saarbrücken ist die angeblich richtige Antwort B nämlich nicht korrekt.
Jurist Herberger sieht ein Argument, das für die Antwort D spricht: "Tribunen hätten sehr wohl Almosen verteilt", sagt er und erläutert seine Annahme ausführlich auf seinem Facebook-Profil. "Ich meine also, dass man den Fall neu aufrollen müsste - dies übrigens auch aus juristischen Gründen. Wenn unzutreffenderweise eine falsche Antwort für richtig erklärt wurde, hat der Kandidat natürlich nicht verloren." Müssen Günther Jauch und der Sender RTL dem Kandidaten nun eine zweite Chance geben?
Aber Jurist Herberger ist nicht der einzige Wissenschaftler, der die Richtigkeit der WWM-Antwort anzweifelt. Auch Privatdozent Dr. Christian Böhning von der Universität Hamburg (Mathematik) sagt in der Diskussion um die richtige Antwort deutlich: "Tatsächlich waren alle vier Antwortmöglichkeiten falsch (inklusive der als richtig angegebenen Antwort 'Recht sprechen')". Und auch andere Juristen äußern sich bereits zu der Frage nach der "Tribüne".
RTL reagierte bereits auf die Kritik des Professors. In einem sehr ausführlichen Schreiben, das auch t-online.de vorliegt, untermauert der Sender anhand vieler Quellen die Richtigkeit seiner Antwort bezüglich der "Tribünen"-Frage. "Im Fall der von Ihnen kritisierten Frage kann ich Ihnen jedoch versichern, dass alles mit rechten Dingen zuging. Dies habe ich mit veritablen Quellen belegt", schreibt der verantwortliche Redaktionsleiter Harald Valder.
Weiter schreibt er: "Sollten Sie jedoch immer noch der Meinung sein, dass dem nicht so ist, bitte ich Sie, dies plausibel mit ebenso veritablen Quellen zu begründen." Dies sollten dann Quellen sein, aus denen deutlich hervorgehe, dass das Wort Tribüne sich etymologisch und historisch von einer etwaigen Funktion des römischen Tribunals als Ort von Krönungen bzw. Orgien oder der Verteilung von Almosen herleiten ließe. Wir sind gespannt, ob Professor Dr. Maximilian Herberger diesen Beweis antreten wird.
13.05.2013, 13:13 Uhr | bas, t-online.de
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