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Götz George schimpft auf ARD: "Versprechen nicht gehalten"

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Sauer über Sendetermin: Götz George wirft ARD gebrochenes Versprechen vor

05.07.2013, 07:43 Uhr | CK, AFP, dpa

Götz George schimpft auf ARD: "Versprechen nicht gehalten". Götz George bei der Premiere des ARD-Doku-Dramas "George" über seinen Vater Heinrich (Quelle: dpa)

Götz George bei der Premiere des ARD-Doku-Dramas "George" über seinen Vater Heinrich (Quelle: dpa)

Schauspieler Götz George hat die ARD wegen des Ausstrahlungstermins für das Doku-Drama über seinen Vater Heinrich kritisiert. Der 74-Jährige sagte der Fernsehzeitschrift "TV Spielfilm", er ärgere sich über den Termin am 24. Juli, mitten in der Urlaubszeit. "Im Sommer wird es kein Mensch sehen wollen." Er habe sogar selbst bei den Senderverantwortlichen angerufen, um einen späteren Ausstrahlungstermin zu erreichen. Doch mit seinem Einsatz konnte er nichts erreichen.

George hatte für den Film eigentlich einen ganz anderen Sendertermin im Auge - und der war ihm angeblich auch von der ARD zugesagt worden. "Im Oktober hat mein Vater Geburtstag, das kann man ja als Anlass nehmen. War nichts zu machen. Hat man mir zwar versprochen. Aber nicht gehalten", sagte George. Er habe sich für Sendeplätze und Geld eingesetzt, aber irgendwann gebe er auch auf. "Die Bürokraten bestimmen die Sendeplätze."

"Habe das Beste getan, ihm gerecht zu werden"

Götz Georges' Vater Heinrich galt als einer der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation. Er starb 1946 im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen. Dort war er wegen seiner Rollen in Propagandafilmen der Nationalsozialisten inhaftiert. Im Doku-Drama "George" setzt sich der Sohn nun erstmals öffentlich mit der Figur seines Vater auseinander - er spielt ihn und gibt zugleich über seine Beziehung zu ihm Auskunft.

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"Ich habe das Beste getan, ihm gerecht zu werden", sagte der "Tatort"-Kommissar, als er die TV-Produktion am Dienstagabend bei der Vorabpremiere im Berliner Kino Babylon vorstellte.

Teamworx-Geschäftsführer Nico Hofmann, der den Film gemeinsam mit den ARD-Sendern SWR, WDR, RBB und NDR produziert hat, holte den Hauptdarsteller persönlich auf die Bühne. "Ich danke dir für die Wahrhaftigkeit, mit der du die Rolle gestemmt hast. Ich weiß, was es dich gekostet hat", sagte er nach lang anhaltendem Applaus.

Doku-Drama soll ungeschönte Biografie zeigen

In den Doku-Drama von Regisseur Joachim A. Lang werden Dokumentar- und Spielszenen gemischt, zudem kommen zahlreiche Zeitzeugen zu Wort. Heinrich George, Star in Nazi-Filmen wie "Jud Süss" und "Kolberg", wird vor allem als leidenschaftlicher Schauspieler gezeichnet, der - ohne Rücksicht auf Ideologie oder Politik - um jeden Preis eines will: Spielen, spielen, spielen.

Götz George und sein älterer Bruder Jan waren intensiv in die Arbeiten eingebunden und stellten viel persönliches Material zur Verfügung, bis hin zu den Briefen der Mutter. "Unsere Vereinbarung war von Anfang an, dass die Biografie nicht geschönt wird", berichtete Lang. Entsprechend zwiespältig fällt das Fazit von Götz George über seinen Vater und dessen Verbindung zu den Nazis aus: "Er wurde benutzt, und er ließ sich benutzen", so der Schauspieler.

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