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Polizeiruf 110 - Matthias Brandt im Interview: "Glaube nicht, dass Hollywood wartet"

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Matthias Brandt im Interview  

"Glaube nicht, dass Hollywood auf mich wartet"

30.09.2013, 07:44 Uhr | Von Stefan-Kai Obst, t-online.de

Polizeiruf 110 - Matthias Brandt im Interview: "Glaube nicht, dass Hollywood wartet". Matthias Brandt als Kommissar von Meuffels im "Polizeiruf 110: Kinderparadies" (Quelle: Bayerischer Rundfunk)

Matthias Brandt als Kommissar von Meuffels im "Polizeiruf 110: Kinderparadies" (Quelle: Bayerischer Rundfunk)

Übereifrige Eltern, die ihre Kleinkinder "überfördern" statt sie zu fördern: Im psychologisch dichten "Polizeiruf: Kinderparadies" (Sonntag, 20.15 Uhr, ARD) ermittelt Kommissar von Meuffels im Umfeld der Elternschaft eines elitären Kindergartens und wird dabei unfreiwillig zum Aushilfs-Papa der Tochter der Ermordeten. t-online.de hat mit Kommissar-Mime Matthias Brandt über den Film und seine Rolle als TV-Ermittler gesprochen.

t-online.de: Nach sechs Folgen als TV-Kommissar von Meuffels: Wie lange wollen Sie den Job noch machen?

Matthias Brandt: So lange wie es Spaß macht. Wir planen immer zwei Filme im Voraus. Und dann schaut man, ob man Lust hat weiterzumachen.

t-online.de: Der aktuelle "Polizeiruf: Kinderparadies" spielt im Umfeld eines Kindergartens sowie Eltern, die ihre Kinder mit Shakespeare, Chinesisch & Co. völlig "überfördern". Welche Botschaft soll der Film Vätern und Müttern vermitteln?

Matthias Brandt: Ich halte beim Film nicht so viel von Botschaften. Aber was uns in unterschiedlicher Weise begegnet ist, ist das Phänomen des Überbehütens. Das wird in dem Film sehr pointiert gezeigt.

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t-online.de: In dem Film kommt auch Ihre humorige Seite etwas stärker zum Ausdruck - so beim "Heile, heile Gänsje"-Singen für die Tochter der Ermordeten zusammen mit den Jungs von der Spurensicherung. Oder wenn der Kommissar von der Betreuung des Mädchen restlos überfordert ist. Ist das dem Komödien-erprobten Regisseur Leander Haußmann geschuldet?

Matthias Brandt: Ja, das habe ich sehr genossen. Leander Haußmann hat da ja eine sehr starke Affinität dazu. Und die einzelnen Folgen sollen durchaus die sehr unterschiedlichen Handschriften der Regisseure zeigen.

t-online.de: In dem Film erzählt von Meuffels, dass sein Vater "ein hohes Tier" war und er ihn oft im Fernsehen zu sehen bekam. Auch das berühmte Willy-Brand-Zitat "Es wächst zusammen, was zusammen gehört" bemüht der Kommissar in abgewandelter Form: scherzhaft gemeinte Hinweise auf ihren berühmten Politiker-Vater?

Matthias Brandt: Tja, das bin ja nicht ich, das ist ja Hanns von Meuffels. Aber wenn Sie das so sehen, ist es mir auch recht.

t-online.de: Welche Rolle spielte Ihre prominente Abstammung bei Ihrer Schauspiel-Karriere?

Matthias Brandt: Ich habe mir da, ehrlich gesagt, nie Gedanken gemacht. Ich habe das auch nie in Verbindung zu meinem Beruf gebracht. Sicher wird man in der einen oder anderen Situation anders angesehen als andere. Aber auf lange Sicht spielt es bei weitem keine so große Rolle, wie man vielleicht meint.

t-online.de: Für Ihre Figur als von Meuffels erhielten Sie bereits einige Auszeichnungen und wurden gerade als "Bester Schauspieler" für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. So hoch dekoriert: Könnten Sie sich vorstellen, auch in Hollywood-Produktionen mitzuspielen?

Matthias Brandt: Ich glaube nicht, dass die auf mich warten. Ich denke, man kann seine Arbeit nur da, wo man ist, so gut machen wie es geht. Und wenn sich daraus andere Dinge ergeben, dann ist das eben so. Aber mit Karriereplanung habe ich mich nie beschäftigt, weil das bei mir sowieso nicht funktioniert.

t-online.de: Der "Polizeiruf: Denn Sie wissen nicht, was sie tun" von 2011 wurde wegen brutaler Szenen nach einem Bombenanschlag ins Spätprogramm verlegt. Auch der Automord an der Mutter der kleinen Lara in "Kinderparadies" ist nicht gerade von Pappe. Braucht der "Polizeiruf" solche Schock-Momente?

Matthias Brandt: Eine Woche nachdem unser Film im Spätprogramm lief, habe ich einen "Tatort" gesehen, in dem jemand ausführlich mit Bambusstangen aufgespießt wurde. Das war offensichtlich nicht zu beanstanden. Ich habe damals die Kriterien nicht verstanden, die zur Verschiebung unseres Film geführt haben. Aber ein Kriminalfilm dreht sich nun mal um Verbrechen. Und die sind nun mal nicht schön.

t-online.de: Im Vergleich zu dem fast schon in sich gekehrten TV-Kommissar von Meuffels: Wie ist Matthias Brandt als Privatmensch? Leander Haußmann sagt, dass sie ein sehr witziger Typ sind.

Matthias Brandt: Ich glaube, das können andere sicher besser beurteilen. Aber wenn der Haußmann das sagt, dann wird's schon stimmen... (lacht).

t-online.de: Wenn Sie wie mit Ihren musikalischen Lesungen aus dem Roman "Psycho" nicht gerade auf der Bühne stehen: Schauen Sie selbst "Polizeiruf"- oder "Tatort"-Krimis und welche sind Ihre Lieblingsermittler?

Matthias Brandt: Ich schaue das zwar nicht jeden Sonntag, aber ich versuche schon, ein Auge drauf zu haben, was die Kollegen machen. Ich mochte immer meine Münchener "Tatort"-Kollegen, ich mag den Uli Tukur in Wiesbaden sehr und Harald Krassnitzer in Wien.

t-online.de: Vielen Dank für das Gespräch.

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