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Sat.1 startet TV-Projekt "Newtopia"

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So funktioniert "Newtopia"  

Keine Toilette, aber Internet - Sat.1 zieht in die Wälder

20.02.2015, 11:31 Uhr | t-online.de, dpa

Sat.1 startet TV-Projekt "Newtopia". Mit dem TV-Projekt "Newtopia" betritt Sat. 1 Neuland.  (Quelle: Sat.1 )

Mit dem TV-Projekt "Newtopia" betritt Sat. 1 Neuland. (Quelle: Sat.1 )

Aussteiger, Alternative, Ökos? Nichts davon. Es ist "Newtopia", ein neues TV-Format auf Sat.1, das ein bisschen wie Big Brother auf dem Land anmutet. 15 Frauen und Männer ziehen bald in die Wälder Brandenburgs und beginnen dort ein neues Leben. Das Gelände dürfen sie dabei nicht verlassen. Der Münchner Privatsender Sat.1 hat das TV-Projekt "Newtopia" zunächst auf ein Jahr angelegt.

Matschig und unwegsam ist es auf dem "Newtopia"-Hof. Die Spuren von Traktoren zeugen von letzten Aufbauarbeiten. Mitten in einem Kiefernwald in Königs Wusterhausen südöstlich von Berlin wurde in den vergangenen Monaten auf zwei Hektar Fläche die wenige Infrastruktur geschaffen, mit der die Kandidaten starten. Der Hof ist von der Außenwelt durch einen Zaun abgeschottet.

Das Motto heißt "Alles auf Anfang"

Toiletten? Fehlanzeige. Eine Scheune, die auf alt gemacht ist, ein Stall, in dem bereits zwei Kühe stehen und 25 Hühner nach Futter picken. Die Kandidaten werden es nicht leicht haben. "Sie müssen sich alles selbst organisieren", sagt Sat.1-Unterhaltungschef Taco Ketelaar. Alles, was die sieben Frauen und acht Männer mitnehmen, sei ihre Kleidung am Leib. Kein Essen, kein Trinken. Das TV-Projekt läuft unter dem Motto "Alles auf Anfang".

Foto-Serie mit 1 Bildern

Die Blaupause für das Projekt, mit dem der Sender sein Vorabendprogramm stärken will, stammt aus den Niederlanden. Dort läuft das Ganze seit Januar 2014 - ein Ende ist nicht in Sicht. Erfinder ist John de Mol, der auch durch seine Container-Show "Big Brother" bekannt geworden ist. Laut Sat.1 wird das Projekt derzeit auch in der Türkei ausgestrahlt.

In Holland top in den USA ein Flop

In den USA wurde es hingegen wegen schwacher Quoten abgesetzt. Ketelaar erklärt das unter anderem damit, dass die Sendung nur einmal wöchentlich ausgestrahlt worden sei. In Deutschland soll sie werktags ab 19 Uhr jeweils eine Stunde lang gezeigt werden - als Soap angelegt. Im Internet sogar 24 Stunden pro Tag. Gegen Gebühr können die Zuschauer Kameras selbst steuern.

Das sind die Spielregeln:

  • Es gibt ein Startguthaben von 5000 Euro, ein Handy und Anschlüsse für Gas und Wasser.

  • Jeden Monat wählen die Kandidaten einen Mitbewohner raus, ein neuer zieht ein.

  • Es ist verboten, das Gelände zu verlassen, aber per Internet dürfen sie Kontakt zur Außenwelt aufnehmen.

  • Ziel ist es, dass die Gruppe durch Handel Geld verdient und sich eine Existenz aufbauen kann.

  • Die Scheune ist kärglich eingerichtet. Es gibt Strohballen und Sitzhocker, ein paar Haken.

  • Überall sind Kameras. 105 sind es auf dem ganzen Gelände.

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Das sind die Kandidaten

Die Kandidaten kommen aus ganz Deutschland, sind volljährig und bis zu 65 Jahre alt, wie der Projektleiter der Produktionsfirma Talpa Germany, Matthias Wolf, sagt. "Sie kennen sich nicht." Einige hätten sogar ihren Job aufgegeben, um mitzumachen.

An dem Tor mit der Aufschrift "Newtopia" gibt es eine Klingel und einen Briefkasten. Wie die Gruppe ihr Leben organisieren wird, steht in den Sternen. Wie auch von anderen Shows wie "Big Brother" bekannt, werden Kandidaten aus "Newtopia" herausgewählt, andere kommen dazu. Der Zuschauer kann mitbestimmen.

Die Macher verkaufen das Format als unverfälscht. Der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen sagte dazu: "Die Show folgt den Prinzipien der Scripted-Reality-Formate und steht für einen paradoxen Kult des Echten, Wahren und Wirklichen, das die Fernsehwelt der Privaten regiert." Er fügte hinzu: "Scripted-Reality ist versuchter Publikumsbetrug - das scheinbar Wahre und Echte im Gewand extremer Inszenierung."

Fleischesser treffen auf Veganer

Und er scheint recht zu haben. Laut der Zeitschrift "TV Today" ist eine der "Newtopia"-Teilnehmerinnen in Wirklichkeit Schauspielerin. Sie heißt Karolina Muszalski, hat laut ihrer Facebook-Seite in Polen Schauspiel studiert und wurde hierzulande bereits für diverse Scripted Reality Formate wie "Achtung Kontrolle" (Kabel 1), "Berlin Tag und Nacht (RTL2), die Galileo-Rubrik "Die Wissens WG" und weiteren Formaten engagiert. Auf der Webseite der Schauspieler-Agentur "030PLAYERS" soll sie ein eigenes Profil besessen haben. Nach den Recherchen der "TV Today" sei dieses plötzlich verschwunden, berichtet das Blatt.

Zudem sind Streit und Konflikte vorprogrammiert, wenn Fleischesser auf Veganer treffen und ehemalige Hausbesetzer auf karrieregeile Yuppies. Daneben begleitet ein japanische Autohersteller das Format mit einer Product-Placement-Kampagne, wie das Branchenmagazin "W&V" schreibt. Was ja zu einem Motto wie "Alles auf Anfang" so gar nicht passt.

Am 23. Februar startet das TV-Projekt "Newtopia" bei Sat.1, 19 Uhr (täglich werktags).

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