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"Polizeiruf 110": Zwischen totaler Verschwörung und Paranoia

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"Polizeiruf: Sumpfgebiete" zündete spät  

Matthias Brandt in melancholischer One-Man-Show

23.11.2016, 10:58 Uhr | Sabine Gültekin

Knapp zweieinhalb Monate nach dem großartigen Münchener "Polizeiruf: Wölfe" ist Hanns von Meuffels schon wieder im Einsatz. (Screnshot: Bit Projects)
Hanns von Meuffels fühlt sich verraten und verkauft

Polizeiruf 110: Sumpfgebiete Im Polizeiruf: Sumpfgebiete hat es Fernsehkommissar Hanns von Meuffels mit Geldschiebereien zu tun…und dann taucht auch noch eine alte Bekannte auf. Julia Wendt. Die hatte ihren Mann angezündet und Meuffel sie daraufhin in die geschlossene Psychiatrie gebracht. Als Wendt dann schliesslich umkommt, steht der Kommissar vor der Frage: War seine ehemalige Verdächtige vielleicht doch nicht verrückt? Schliesslich wächst dem Ermittler alles über den Kopf. Am Sonntag Abend wartet ein düsterer Spionage Thriller auf uns. Die Schauspieler sind top,..allerdings dauert es ziemlich lange, bis der Fernsehfilm in Fahrt kommt.

Hanns von Meuffels fühlt sich verraten und verkauft


Alle gegen einen: Im "Polizeiruf: Sumpfgebiete" kämpft Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) gegen mächtige Geldschieber. Und muss am Ende die schmerzhafte Erfahrung machen, dass sogar sein eigener Chef (Ulrich Noethen) mit im Verschwörersumpf steckt. Leider war dieser Mix aus Thriller und Psychodrama nur mäßig spannend - und kam vor allem zu spät in Fahrt.

Hanns von Meuffels wird von einer Frau um Hilfe gebeten, die er vor fünf Jahren in eine geschlossene Psychiatrie gebracht hat. Julia Wendt (Judith Engel), die ihren Mann angezündet haben soll, erzählt ihm von einer ominösen Schwarzgeldliste und behauptet, dass sie von Polizisten überwacht und bedroht wird. Gerade als der Kommissar anfängt, ihr zu glauben, wird sie getötet.

Totale Überwachung oder totale Paranoia?

Er macht sich auf die Suche nach der Liste und fühlt sich zunehmend selbst beobachtet und bedroht. Allein kämpft er gegen eine Finanzmafia. Ein Kampf, der ihn zu überfordern scheint und ihn schließlich selbst in die geschlossene Psychiatrie bringt.

UMFRAGE
Welche Schulnote geben Sie dem "Polizeiruf: Sumpfgebiete"?

Hommage an Spionage-Thriller der 60er Jahre

Matthias Brandt spielt den verfolgten und leicht paranoiden Kommissar sehr überzeugend. "Sumpfgebiete" ist eine One-Man-Show, und er liefert eine gewohnt herausragende Leistung als Schauspieler ab. Auch sein Gegenspieler, der korrupte LKA-Mann Dell, wird sehr cool und souverän von Oliver Masucci dargestellt. Masucci hätte auch Spionagefilmen der 60er-Jahre eine extrem gute Figur gemacht.

Fragezeichen am Ende

Der Film versucht, die Zuschauer lange im Ungewissen darüber zu lassen, ob sich von Meuffels das Komplott gegen ihn einbildet oder ob er tatsächlich in ein Wespennest gestochen hat. Dadurch ist jedoch in den ersten 50 Minuten recht langatmig. Auch versteht man nicht so richtig, warum der Kommissar am Ende ausgerechnet seinem Chef vertraut, wo er diesem doch zuvor eher mit Argwohn begegnete.

Seltsam gekünstelte Sterbeszene

Seltsam gekünstelt und fast unfreiwillig komisch wirkt auch die Sterbeszene von Julia Wendt: "'Muss ich sterben jetzt?' 'Ja.' 'Ich will aber nicht.' 'Ich weiß.'" Auch ihr ständig eingeblendetes blutendes Auge wirkte nervig plakativ und effektheischend.

Das Ende enttäuschte

Fazit: Dieser "Polizeiruf" war - passend zur Jahreszeit - ein totaler Depri-Krimi, der leider erst spät spannend wurde. Dass er auch noch mit einem fatalen Verrat endete, machte die Sache noch trister. Die Schauspieler waren top, aber dem Drehbuch hätte etwas mehr Dynamik nicht geschadet.

Foto-Serie mit 8 Bildern

"Polizeiruf 110: Sumpfgebiete", 27. September 2016, 20.15 Uhr, ARD

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