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"Tatort: Klingelingeling": Gaststars spielen Wachtveitl und Nemec an die Wand

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"Tatort: Klingelingeling"  

Drei Gaststars spielen Wachtveitl und Nemec an die Wand

27.12.2016, 08:08 Uhr | Jessica Hornig, t-online.de

Batic und Leitmayr nehmen es mit rumänische Bettlerbanden auf
Batic und Leitmayr nehmen es mit Bettlerbanden auf

Tatort-Kritik: Klingelingeling Ein Neugeborenes wird tot vor dem Altar einer Münchener Kirche gefunden. Die Kommissare Batic und Leitmayr finden bald heraus, dass rumänische Bettlerbanden involviert sind. Doch wer ist die Mutter des toten Jungen und wo ist sie? Der Tatort "Klingelingeling" ist nichts für schwache Nerven. Die Geschichte ist bedrückend und lässt alles andere als Weihnachtsstimmung aufkommen. Besonders die Mathilde Bundschuh und Cosmina Stratan, die die beiden Bettler-Schwestern spielen, überzeugen. Richtige Spannung will unterdessen nicht aufkommen. Es geht weniger um die Suche nach dem Mörder, als vielmehr um die Suche nach den Rumäninnen - und die ist vorhersehbar. Einschalten lohnt sich also wenn überhaupt nur aufgrund der tollen Schauspieler.

Batic und Leitmayr nehmen es mit Bettlerbanden auf. (Quelle: Bit Projects)


Zimperlich sind ARD und Bayerischer Rundfunk nicht gerade: Der Weihnachts-"Tatort" aus München riss den Zuschauer gnadenlos aus der besinnlichen Festtagsstimmung und ließ ihn unsanft auf dem harten Boden der Realität landen. Auf der Strecke blieben dabei die beiden Kommissare, während die Gastdarsteller glänzten.

"Klingelingeling" soll es machen - in der Kasse. Denn zu Weihnachten haben nicht nur Einzelhändler, sondern auch die organisierte Bettelei Hochkonjunktur. Die soziale Ungleichheit rund um das Fest der Liebe hat der "Tatort" am zweiten Weihnachtsfeiertag eindrucksvoll, bedrückend und mitreißend aufgegriffen. Ein Krimi war das Ganze aber nur am Rande.

Regisseur Markus Imboden und Drehbuchautorin Dinah Marte Golch erzählten die Geschichte in zwei parallelen Handlungssträngen: Auf der einen Seite die beiden ausgebeuteten Rumäninnen Tida (Mathilde Bundschuh) und Anuscha (Cosmina Stratan) auf der Flucht vor "Sklaventreiber" Radu (Florin Piersic Jr.), auf der anderen Seite Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) bei den Ermittlungen im Fall des toten Babys. Eine Zweiteilung, die nicht immer gut zusammenpassen wollte.

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Kommissare hinken den Ereignissen hinterher

Durch die Konzentration auf Tidas und Anuschas Schicksal waren die Zuschauer den Kommissaren immer mehrere Schritte voraus. Dadurch konnten sie sich Zusammenhänge längst erklären, bevor Batic und Leitmayr überhaupt die entsprechenden Fragen in den Sinn kamen. Das bewirkte, dass die beiden grauen Wölfe der Handlung permanent hinterherhinkten und sie fast ausbremsten. Dafür mussten sie für auflockernde Slapstick-Einlagen und Witzeleien herhalten - in der Kombination mit der dramatischen Geschichte um die beiden Rumäninnen wirkten diese allerdings teilweise recht deplatziert.

Gaststars tragen die Handlung

Warum der "Tatort" trotzdem funktionierte? Weil die schwächelnden Ermittler drei äußerst starke Gastdarsteller an der Seite hatten, die die Handlung mühelos über die 90 Minuten trugen und den Zuschauer fesselten. Bundschuh und Stratan verkörperten die verzweifelten, verängstigten und getriebenen Schwestern unglaublich authentisch und eindringlich. Piersic als ihr Gegenspieler Radu wiederum gab sehr überzeugend den skrupellosen, gewieften und grausamen Menschenschinder.

Dass die Rumänen nur gebrochen Deutsch sprachen, manche Sätze nur untertitelt oder gleich gar nicht übersetzt wurden, trug noch mehr zur Authentizität bei. So konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auch viel mehr auf die starken, aber nie pathetischen Emotionen - was ihrem Spiel zusätzliche Kraft verlieh.

"Tatort" wird den Kommissaren nicht gerecht

Einblicke in die Strukturen und Vorgehensweisen der Bettelmafia, ein Drama um zwei Schwestern und Kommissare im Weihnachts-Blues - der "Tatort: Klingelingeling" hatte sich viel vorgenommen und wurde dabei gerade Batic und Leitmayr nicht gerecht. Dafür funktionierte er als Drama hervorragend. Die unsagbar traurige Weihnachtsgeschichte zum Ausklang der Festtage war starker Tobak aus München, der aber absolut sehenswert war und zum Nachdenken anregte.

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