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"Tatort": Kann nicht jemand das Internet wieder abschalten?

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Dresdner "Tatort: Level X"  

Kann nicht jemand das Internet wieder abschalten?

07.06.2017, 22:10 Uhr | von Verena Maria Dittrich

Für Klickzahlen scheinen manche über Leichen zu gehen. (Screenshot: ARD)
Tatort: Mord vor Millionen Zuschauern

Ein Internetstar wird während eines Livestreams erschossen.

Für Klickzahlen scheinen manche über Leichen zu gehen. (Quelle: ARD)


Ein Mord via Internet - und halb Dresden schaut zu. Der "Prankster" Simson wird erschossen, während er live seinen neusten Coup streamt. Der 17-Jährige hat eine riesige Fanbase. Ging sein letzter Schabernack zu weit?

Wie oft haben Sie heute schon auf Ihr Handy geschaut, Ihre E-Mails gescheckt oder Ihren Status bei Facebook aktualisiert? Das Internet hat uns am Haken. Es ist zum Kommunikations- und Informations-Ozean geworden, in dem wir alle, manchmal auch völlig sinnlos, umhertreiben. Einige schwimmen zu weit hinaus und ertrinken in den Fluten dieses ständig wachsenden digitalen Universums.

Simson (Merlin Rose) hält sich für cool, hip und "up to date". Seine mehr als eine Million Follower würden dem "Prankster", der sein Geld mit Streichen verdient, die er live im Netz überträgt, definitiv beipflichten. Aber die Mündung einer Waffe und drei Schüsse beenden diese Illusion.

Ein zu Boden fallender Körper, ein Handy, das über den Asphalt rutscht und Simsons World Wide Web ist für immer schwarz - "End of Line", wie das Master Control Program aus "Tron" sagen würde.

Kommissarin Sieland (Alwara Höfels) untersucht die Leiche von Internetstar Simson (Merlin Rose).  (Quelle: MDR/Wiedemann & Berg Television/Gordon Mühle)Kommissarin Sieland (Alwara Höfels) untersucht die Leiche von Internetstar Simson (Merlin Rose). (Quelle: MDR/Wiedemann & Berg Television/Gordon Mühle)

Tod vor Millionen Zuschauern

Kommissarin Karin Gorniak (Karin Hanczewski) wird Zeugin des viral übertragenden Mordes, denn auch ihr Sohnemann ist ein Simson-Jünger. Halb Dresden schaut via Handy oder Laptop live dabei zu, wie das Leben aus dem Internetstar geschossen wird. 18 Minuten später ist Gorniak zusammen mit Kollegin Sieland (Alwara Höfels) am Tatort. Mordermittlungen im Kommunikationszeitalter.

Verdächtige gibt es genug: den Manager des Ermordeten, Magnus Cord (Daniel Wagner), der ein Denglisch in die Gegend säuselt, dass einem die Gehörgänge flattern, Simsons Ex-Kumpel und "Prankster"-Konkurrent Scoopy (Wilson Gonzalez Ochsenknecht) sowie der Mediziner Dr. Frantzen (Ulrich Friedrich Brandhoff), der sich mit ein paar kleinen Medikamenten-Deals schön steuerfrei das Arztgehalt aufstockt. Einen Grund, den beliebtesten "Prankster" Dresdens über die Klinge springen zu lassen haben alle drei.

Und dann ist da noch Emilia (Caroline Hartig), ein weiteres dieser inzwischen unzähligen Internet-Sternchen, deren Aussagen nach und nach so vielfältig sind, wie die Anzahl der Social-Media-Accounts eines durchschnittlichen Jugendlichen.

Internet-Manager Cord (Daniel Wagner) erklärt Sieland und Gorniak (Karin Hanczewski) seine Sicht der Dinge: "Bleibt stark und peace out".  (Quelle: MDR/Gordon Muehle)Internet-Manager Cord (Daniel Wagner) erklärt Sieland und Gorniak (Karin Hanczewski) seine Sicht der Dinge: "Bleibt stark und peace out". (Quelle: MDR/Gordon Muehle)

"Das Internet ist für uns alle Neuland"

Während Gorniak und Sieland versuchen den Täter dingfest zu machen, schlägt sich deren Chef Schnabel (Martin Brambach) ganz im Zeichen der Bundeskanzlerin mit dieser schrecklich "fremdartigen" Technik namens Internet herum, denn schließlich ist dieses komische Ding für viele Leute immer noch "Neuland" - zumindest wenn man den

damaligen Ausführungen von Angela Merkel Glauben schenkt. Kommissariatsleiter Schnabel jedenfalls hätte nichts dagegen, wenn irgendjemand das Netz einfach wieder abschaltet, "ging doch vorher auch".

Der dritte Dresdner "Tatort" bietet über weite Strecken gute Unterhaltung und beleuchtet facettenreich unsere vernetzte Gesellschaft. Ein Stück weit legt "Level X" dem Zuschauer auch nahe, dass es nicht schaden kann, die moderne Kommunikation ab und an kritisch zu hinterfragen.

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