24.09.2010, 16:54 Uhr | tke, t-online.de
"Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" erzählt die Geschichte der Nachfolge-Generation von "Raumschiff Enterprise". (Foto: Cinetext)
"Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" ist die erste Fortsetzung der Science-Fiction-Serie "Raumschiff Enterprise" und Teil der "Star Trek"-Saga, die Gene Roddenberry 1966 geschaffen hat. Sie spielt etwa ein Jahrhundert auf einem gleichnamigen Raumschiff höherer Entwicklungsklasse, das erneut den Weltraum zu Forschungszwecken bereist.
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Genre | Science-Fiction | ||
Erstausstrahlung | USA 1987, Deutschland 1990 | ||
Episoden / Staffeln | 178 in 7 Staffeln | ||
Länge pro Folge | 42 Minuten | ||
Sender | ZDF; Sat.1 | ||
Titellied | Thema von Jerry Goldsmith |
In "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" geht es im Wesentlichen um die Begegnung und Auseinandersetzung mit außerirdischen Zivilisationen, interstellare Konflikte und die zwischenmenschlichen Beziehungen der Hauptfiguren. Vordergründig werden Zeitschleifen, Zeitreisen, Paralleluniversen und die Entwicklung künstlichen Lebens thematisiert. Die Szenarien dienen oft als Hintergrund für ethische Grundsatzfragen und um reale gesellschaftliche Probleme anzusprechen. Beim Aufeinandertreffen mit Außerirdischen verhält sich die in der Mehrzahl irdische Crew diplomatisch, womit die Serie eine humanistische Botschaft vermittelt. Auch hält sich die Besatzung an den Grundsatz der so genannten Obersten Direktive, die die Einflussnahme auf die moralische und technische Entwicklung anderer Kulturen verbietet. Besonders die Entwicklung des "Warp"-Antriebes (fiktiver, wegverkürzender Antrieb mit Überlichtgeschwindigkeit) soll nach dieser Direktive jede Zivilisation selbst erfahren - in einzelnen Episoden ein Anlass für moralische Konflikte. Die Hauptfiguren entwickeln sich zwar nicht völlig widerspruchslos, sie verkörpern aber typische Eigenschaften. So stellt Captain Jean-Luc Picard zum Beispiel die moralische Instanz dar und der hochentwickelte Android Data wünscht sich nichts sehnlicher als ein Mensch zu sein.
Darsteller | Rollenname | |||
Patrick Stewart | Captain Jean-Luc Picard | |||
Jonathan Frakes | Commander William T. Riker | |||
LeVar Burton | Lt. Commander Geordi LaForge | |||
Brent Spiner | Lt. Commander Data | |||
Michael Dorn | Lt. Worf | |||
Gates McFadden | Commander Dr. Beverly Crusher | |||
Marina Sirtis | Commander Deanna Troi | |||
Denise Crosby | Lt. Tasha Yar | |||
Wil Wheaton | Fähnrich Wesley Crusher | |||
Diana Muldaur | Commander Dr. Katherine Pulaski |
"Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" wurde 45 Mal für den Emmy nominiert und konnte ihn 18 Mal gewinnen.
Das Raumschiff Enterprise der nächsten Generation bietet Platz für über 1000 Besatzungsmitglieder, darunter nicht nur das Personal - wie in der Originalserie - sondern auch Familien, also Ehepartner und Kinder, die in Schulen und Kindergärten an Bord betreut werden. Das Besondere an dieser Raumschiffklasse: Der Hauptkörper ("Untertassensektion") kann von der Antriebssektion abgetrennt werden. Wie in der Originalserie sind auch an Bord dieser Enterprise wieder kleinere Raumschiffe (Shuttles) untergebracht, die benutzt werden, wenn das "Beamen" (Teleportieren) unmöglich oder unerwünscht ist. Ursprünglich wurde es in den 60er Jahren aus Zeit- und Kostengründen eingeführt, um in der Produktion aufwändige Landesequenzen auf fremden Planeten umgehen zu können. Mit der Entwicklung verbesserter Computeranimationen in den 90ern waren die Kosten kein Thema mehr. Dass die Serie mit ihren Themen und wissenschaftlichen Thesen viele prominente Freunde - selbst in der intellektuellen Elite - hat, zeigt unter anderem der kurze Gastauftritt des englischen Astrophysikers Stephen Hawking in einer Episode. Und der war besonders, weil Hawking die einzige Person ist, die sich in der "Star Trek"-Saga selbst darstellte. In einer dreiminütigen Szene spielt er in einer Holodecksimulation (mittels Holografie-Technik dargestellte virtuelle Welten) zusammen mit Data, Isaac Newton und Albert Einstein Poker – und gewinnt. Als er das Set des Maschinenraums mit dem Warpkern im Zentrum besichtigte, soll Hawking sinngemäß gesagt haben: "Ich arbeite daran".
24.09.2010, 16:54 Uhr | tke, t-online.de
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