23.11.2010, 20:55 Uhr
Familienvater Homer aus "Sie Simpsons". (Quelle: dpa)
Sie sind gelb. Sie sind chaotisch. Sie sind "Die Simpsons": Die US-Zeichentrickserie dreht sich um das Leben der Familie Simpson - Vater Homer, Mutter Marge sowie die Kinder Bart, Lisa und Maggie - aus dem fiktiven amerikanischen Örtchen Springfield. Mittels der teils skurrilen Erlebnisse der Simpsons nehmen die Macher immer wieder den "American Way Of Life" und die amerikanische Alltagskultur aufs Korn. Die Serie strotzt deshalb nur so vor Anspielungen und Seitenhieben auf das typisch Amerikanische.
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Genre | Zeichentrick, Comedy, Satire | ||
Erfinder | Matt Groening | ||
Erstausstrahlung | USA 1989, Deutschland 1991 | ||
Episoden / Staffeln | bisher 517 Folgen in 24 Staffeln | ||
Länge pro Folge | 22 Minuten | ||
Sender | Start im ZDF, seit 1994 auf ProSieben |
Familienoberhaupt Homer ist der sympathische Loser und Anti-Held: Er ist fett, zu sehr dem Bier und dem Essen zugeneigt, kindisch, naiv, verantwortungslos. Für seinen Job als Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk hat er weder Qualifikation noch Motivation, muss ihn aber als Ernährer der Familie durchziehen. Ehefrau Marge managt dafür den Haushalt und die Kindererziehung. Sie ist Homers moralische Instanz, denn sie vertritt konservative Werte und zwingt ihren Mann immer wieder in die rechte Spur zurück. Gleichzeitig ist sie kulturell interessiert, gab ihre Ambitionen als Malerin aber für Ehe und Kinder auf. Und das war auch bitter nötig, denn der Erstgeborene, Bart, hält die ganze Familie auf Trab. Frech, verschlagen und immer für böse Streiche zu haben treibt der Zehnjährige seinen Vater, seine Lehrerin Edna Krabappel und vor allem Rektor Skinner permanent an den Rand des Wahnsinns. Ganz im Gegensatz zu seiner kleinen Schwester Lisa: Die Achtjährige ist die kluge Streberin und Intellektuelle in der Familie, die Einserschülerin, die sich für Umweltschutz und Buddhismus interessiert, Vegetarierin ist und leidenschaftlich Saxofon spielt - alles Eigenschaften, die sie bei Gleichaltrigen zur Außenseiterin machen. Baby Maggie kommt wohl eher nach Lisa, denn immer wieder werden die außergewöhnlichen Fähigkeiten der Einjährigen thematisiert. Allerdings hat sie noch nicht angefangen zu sprechen und kommt kaum über eine Nebenrolle hinaus. Trotzdem hat Maggie schon einen Erzfeind, das Baby mit nur einer Augenbraue, und hat zudem einmal Mr. Burns, Homers Chef, beinahe erschossen.
Homers Erlebnisse zwischen Kernkraftwerk, Familie und Moe's Taverne, Barts diverse Streiche, Lisas Versuche, die Welt zu verbessern und endlich mal Freunde zu finden - darum dreht sich die Handlung der meisten "Simpsons"-Episoden. Nach einer kleinen einleitenden Geschichte zu Beginn folgt meist die eigentliche Haupthandlung, die gerne auch durch eine parallel verlaufende Nebenhandlung ergänzt wird und am Ende jeder Episode abgeschlossen ist. In die Handlung werden auch die diversen Bewohner Springfields eingebunden, seien es der geizige Menschenfeind und Kraftwerkbesitzer Montgomery Burns, Homers verhasster bibeltreuer Nachbar Ned Flanders, Barts bester Freund Milhouse, Krusty der Clown, Barts Erzfeind Tingeltangel Bob, der inkompetente Polizeichef Chief Wiggum oder Supermarktbesitzer Apu Nahasapeemapetilon, um nur einige zu nennen. Die Serie setzt sich dabei immer wieder kritisch und mit satirischer Überspitzung mit politischen, sozialen und gesellschaftlichen Missständen, religiöser Doppelmoral, dem amerikanischen Bildungssystem, den Medien oder überkommenen Familienverhältnissen auseinander. Zudem findet sich eine Vielzahl popkultureller Referenzen.
Figur | Sprecher | Synchronsprecher | |||
Homer Simpson | Dan Castellaneta | Norbert Gastell | |||
Marge Simpson | Julie Kavner | Elisabeth Volkmann, Anke Engelke | |||
Bart Simpson | Nancy Cartwright | Sandra Schwittau | |||
Lisa Simpson | Yeardley Smith | Sabine Bohlmann | |||
Maggie Simpson | Nancy Cartwright | Sabine Bohlmann | |||
Großvater Abe Simpson | Dan Castellaneta | Walter Reichelt, Ulrich Bernsdorff, Horst Raspe, Michael Rüth | |||
Ned Flanders | Harry Shearer | Frank Röth, Ulrich Frank | |||
Milhouse van Houten | Pamela Hayden | Michaela Amler | |||
Krusty, der Clown | Dan Castellaneta | Hans-Rainer Müller | |||
Rektor Seymour Skinner | Harry Shearer | Fred Klaus, Klaus Guth | |||
Montgomery Burns | Harry Shearer | Reinhard Brock | |||
Moe Szyslak | Hank Azaria | Bernd Simon | |||
Reverend Timothy Lovejoy | Harry Shearer | Ulrich Bernsdorff, Günter Clemens, Michael Schwarzmaier, Willi Röbke, Ivar Combrinck, Walter von Hauff | |||
Apu Nahasapeemapetilon | Hank Azaria | Peter Musäus, Tobias Lelle | |||
Chief Clancy Wiggum | Hank Azaria | Gernot Duda, Michael Habeck, Thomas Rau | |||
Tingeltangel Bob | Kelsey Grammer | Randolf Kronberg, Ivar Combrinck, Axel Malzacher, Christian Tramitz |
Die "Simpsons" haben ihren eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.
Die Serie wurde je 26 Mal mit dem Animations-Filmpreis "Annie" und mit dem "Emmy" ausgezeichnet. Außerdem gewann sie sechs Mal den "ASCAP Award" der gleichnamigen Verwertungsgesellschaft für Musik-Produkte, sowie diverse andere Auszeichnungen.
Alle Figuren in der "Simpsons"-Welt haben nur vier Finger - außer Gott, der hat fünf.
Das "Simpsons"-Springfield ist eine fiktive Stadt. Ihre Lage in den USA wird ab und zu thematisiert, allerdings mit so gegensätzlichen Aussagen, dass eine geografische Einordnung unmöglich ist. Dies soll die Austauschbarkeit und Trivialität verdeutlichen - Springfield kann überall sein.
Die Namen der Charaktere sind alles andere als bedeutungslos. Einige Beispiele: Die Vornamen der "Simpson"-Familie sind an die der Familie von Matt Groening angelehnt. Marges Mädchenname Bouvier ist der Mädchenname Jacqueline Kennedys. Abgesehen von Ned reimen sich alle Flanders-Familiennamen - Maude, Rod und Todd - auf "god". Der Quacksalber Dr. Nick Riviera hat seinen Namen von Elvis Presleys Leibarzt George C. Nichopoulos, der auch Dr. Nick genannt wurde. Milhouse heißt mit vollem Namen Milhouse Mussolini van Houten - nach Richard Milhouse Nixon, Benito Mussolini und Leslie van Houten, einem Anhänger von Charles Manson.
Der Humor der Serie schwankt zwischen slapstickartig, kindlich, sarkastisch, absurd, persiflierend und hintergründig gesellschaftskritisch. Viel Wert wird auf die Running Gags gelegt, wie zum Beispiel Marges unzufriedenes Brummen, Mr. Burns' "Ausgezeichnet" oder Nelsons "Haha!".
Homers Ausruf "D'oh!" beziehungsweise "Nein!" wenn ihm wieder etwas missglückt ist oder etwas Negatives passiert, ist sein Markenzeichen und inzwischen sogar in den amerikanischen Sprachgebrauch eingegangen.
Die Comicserie in der Comicserie: "The Itchy & Scratchy Show", sozusagen die böse Version von "Tom und Jerry", in der die Maus regelmäßig die Katze auf bestialische Weise ermordet, ist die Lieblings-Comicserie von Bart und Lisa.
In der Eröffnungssequenz zu jeder Episode (sofern sie nicht gekürzt wurde) ist Bart zu sehen, wie er als Strafarbeit in der Schule einen Merksatz an die Tafel schreiben muss. Am Ende der Eröffnungssequenz folgt der Couch-Gag, wenn sich die Familie auf dem Sofa versammelt und dort irgendetwas Überraschendes geschieht.
Zu Halloween gibt es immer eine gruselige Spezialausgabe: "Treehouse Of Horror".
In der "Simpsons"-Welt treten immer wieder Prominente auf, die ihre gezeichneten Alter Egos selbst vertonen. Nur für die Auftritte ehemaliger US-Präsidenten mussten Stimmenimitatoren gefunden werden. Zu der langen Liste der Gaststars zählen unter anderen Kiefer Sutherland, Mick Jagger und Keith Richards, Natalie Portman, Tom Jones, Richard Dean Anderson, Metallica, Aerosmith, The Who, Richard Gere, Paul und Linda McCartney, Mel Gibson, Elton John, Dustin Hoffman, Patrick Stewart, Mark Hamill, David Duchovny und Gillian Anderson und auch Michael Jackson.
Elizabeth Taylor lieh Maggie Simpson für ihr bisher einziges Wort - "Daddy" - die Stimme.
In den Ranglisten der bestbezahlten TV-Serienstars der USA belegen die Sprecher Dan Castellaneta und Julie Kavner regelmäßig Spitzenplätze.
In den USA strahlt der Sender FOX die "Simpsons" aus - und bekommt in einzelnen Episoden immer wieder Seitenhiebe ab.
Marge Simpson war im November 2009 im "Playboy" - dem echten. Ihre Dessousfotos zierten das Titelbild sowie das sogenannte Centerfold, das ausklappbare große Bild in der Heftmitte.
23.11.2010, 20:55 Uhr
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