17.05.2013, 08:11 Uhr | meteomedia ag
Eine Luftmassengrenze erstreckt sich von Südskandinavien über den Westen Deutschlands bis zum westlichen Mittelmeer. Sie trennt schwülwarme Luft subtropischen Ursprungs im Osten von deutlich kühlerer Meeresluft im äußersten Westen unseres Landes.
Über Süddeutschland bildet sich ein Tief aus, das die extrem unterschiedlichen Luftmassen direkt über Deutschland verwirbelt. Dabei bauen sich enorme Temperaturgegensätze zwischen West und Ost auf. Im Bereich der Luftmassengrenze und innerhalb der feuchtwarmen Luft kommt es heute Nachmittag und in der kommenden Nacht gebietsweise zu kräftigen Regenfällen und Gewittern mit Unwettergefahr.
Im Westen und Südwesten breitet sich Regen aus und hier ist es kühl bei maximal zwölf bis 15 Grad. Am Nachmittag und Abend bilden sich von Ostbayern bis in die Mitte Deutschlands teils kräftige Regengüsse und Gewitter. Von Schleswig-Holstein und der Nordsee bis nach Sachsen gibt es viel Sonnenschein und nur ganz vereinzelt Gewitter.
Rund um Berlin steigen die Temperaturen auf Werte um 27 Grad. Im Osten weht stark böiger Südostwind, sonst ist der Wind abgesehen von Gewitterböen meist schwach und kommt in der Westhälfte aus Nordwest bis West.
In der Nacht können vom Osten und Norden Bayerns bis in den Nordwesten kräftige, lokal sogar unwetterartige Regengüsse und Gewitter auftreten. Vom Süden Baden-Württembergs bis in den Südwesten Bayerns lockern die Wolken auf, im Nordosten ist es gering bewölkt. Nordöstlich der Elbe gehen die Temperaturen nur auf 17 bis 14 Grad zurück, während es sich im Westen und Süden auf zehn bis fünf und zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb auf unter vier Grad abkühlt.
Am Samstag ziehen über den Norden Schauer und Gewitter hinweg und am Abend nach Dänemark und über die Ostsee ab. Vom Münsterland bis in die Lausitz klingen Regen und Schauer meist schon in den Morgenstunden ab. In Bayern scheint die meiste Zeit die Sonne, in Franken kann es anfangs noch wolkig sein. Im Südwesten stellt sich ein Mix aus Sonne und Wolken ein.
Vom Nordwesten bis nach Sachsen-Anhalt erreichend die Temperaturen nur 14 bis 19 Grad, sonst werden es 19 bis 24 Grad. Der Wind weht meist schwach, auf den Bergen im Süden sind aber starke bis stürmische Böen möglich und auf den Alpengipfeln bläst Föhnsturm.
Der Sonntag wird im Südwesten regnerisch und kühl bei zum Teil weniger als 15 Grad. Von Ostbayern über Hessen bis ins südliche NRW ab nachmittags teils kräftige Regengüsse und Gewitter, später auch in Thüringen und Sachsen steigendes Gewitterrisiko. Nördlich der Mittelgebirge vielfach leicht bewölkt oder sonnig, im Ostseeumfeld noch zeitweise wolkig mit vereinzelten Schauern. Vom Münsterland bis nach Berlin/Brandenburg bis nach Ostbayern 20 bis 25 Grad, am wärmsten im südlichen Brandenburg und im Raum Passau. Montag und Dienstag weiterhin wechselhaftes Wetter.
Quelle: meteomedia ag
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