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Tornado und Starkregen in NRW

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Tornado und Starkregen tobten durch NRW

27.08.2010, 11:14 Uhr | dpa

Wetter: In der Nacht sorgten schwere Unwetter für Chaos (Archivfoto: dpa)

In der Nacht sorgten schwere Unwetter für Chaos (Archivfoto: dpa) (Quelle: dpa)

Starker Dauerregen und ein Tornado haben in der Nacht zum Freitag in Teilen Westfalens und in der Region Osnabrück für Chaos gesorgt. Im nordrhein-westfälischen Kreis Steinfurt wurde am frühen Morgen der Katastrophenalarm ausgerufen. Ein Regenrückhaltebecken in Rheine drohte ein Industriegebiet zu überfluten und musste mit Sandsäcken gesichert werden.

In Bad Salzuflen richtete ein Tornado erheblichen Schaden an und deckte zwei Häuser teilweise ab. Zudem wurden meterdicke Bäume entwurzelt. Auch im Südwesten Deutschlands liefen zahlreiche Keller voll, Straßen wurden überschwemmt.

Gegen vier Uhr wurde auch in Osnabrück der Katastrophenalarm ausgelöst. Der Pegelstand der Hase, dem Fluss durch Osnabrück, stieg zeitweise auf 2,40 Meter über normal. Einige Speicherbecken konnten die Wassermassen nicht mehr aufnehmen und liefen über. Die Autobahn 30 bei Osnabrück war am frühen Morgen zwischen Sutthausen und dem Südkreuz in Richtung Hannover gesperrt. Bei Quakenbrück krachte am Donnerstag ein Triebwagen der Nord-West-Bahn in eine Baumkrone, die sich durch Regen und Wind zur Schiene geneigt hatte, Menschen wurden nicht verletzt.

Bahnverkehr stark behindert

Das Regentief "Cathleen" brachte den Bahnverkehr im Münsterland teilweise zum Erliegen. Drei Strecken, unter anderem zwischen Münster und Osnabrück, wurden in der Nacht zum Freitag wegen Überschwemmungen gesperrt. Nach Angaben eines Bahnsprechers war ein Rückhaltebecken am Donnerstagabend gebrochen. Am frühen Morgen war noch nicht absehbar, wann wieder Züge rollen. Der Fernverkehr zwischen Münster und Osnabrück wird nach Bahnangaben umgeleitet, es kommt zu Verspätungen.

In Steinfurt sei eine Kläranlage ausgefallen, sagte Gerda Kaumanns, Leiterin des Kreis-Ordnungsamtes. Für die Anwohner wurden mobile Toiletten aufgestellt. Bis zum Morgen gab es in der Region mehr als 1200 Einsätze. "Die Lage hat sich insgesamt aber entspannt", sagte Kaumanns. Ein Haus am Hang stand in Horstmar zunächst in Gefahr, unterspült zu werden und musste gesichert werden.

"Rekordverdächtige" Regenmengen

Im Kreis Steinfurt habe der Wetterdienst Meteomedia innerhalb von 29 Stunden über 187 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen, so Andreas Wagner aus Unwetterzentrale gegenüber wetter.info. Das sei annähernd die dreifache Menge an Regen, die normalerweise in einem ganzen Monat August üblich ist.

Vieh vor dem Ertrinken gerettet

Bei einem Fahrradgroßhandel in Rheine waren vermutlich wegen der Wassermassen Teile des Dachs eingestürzt. Auf einer Weide bei Steinfurt wurden mehrere Kühe auf Bohlen gestellt und so vor dem Ertrinken gerettet.

In Heidelberg fielen gegen ein Uhr innerhalb einer Stunde bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter. Ein Baum krachte auf ein Haus, richtete allerdings nur geringen Sachschaden an. Eine Jugendgruppe mit etwa 40 Kindern und ihren Betreuern musste in Buchen im Odenwald aus einem Zeltlager in Sicherheit gebracht werden.

Unwettergefahr bis in den Samstag

Auch heute erwarten die Meteorologen wieder ergiebigen Starkregen: Entwarnung gibt es zwar für Nordrhein-Westfalen, doch jetzt drückt die nass-kalte Atlantikluft immer mehr in den Osten und Süden. In Bayern und Baden-Württemberg prallt die Front auf energiegeladene tropische Luft. Eingelagerte Gewitter und enorme Regenmengen können dann auch dort lokal zu Überschwemmungen führen.

Außerdem zieht am Abend von Südwesten ein zusätzliches Gewittergebiet ins südliche Baden-Württemberg und weiter über den Bodensee ins Allgäu. Hier rechnet Wagner bis in den Samstagmorgen hinein mit schweren Gewittern, Starkregen und Sturmböen. In den Alpen sind auch orkanartige Böen möglich. "Die Alpenregion eignet sich bis zum Samstag nicht zu einem Wanderausflug", so der Wetterexperte.

"Aprilwetter" am Wochenende

Hinter dieser Front beruhigt sich das Wetter, und nachfolgend macht sich kühles Schauerwetter im ganzen Land breit. "Das Wochenende erinnert dann eher an Aprilwetter als an Spätsommer", sagte Wagner. Die Temperaturen liegen meist überall unter der 20-Grad-Marke.

Quelle: dpa

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