14.12.2012, 09:22 Uhr | wetter.info, t-online.de, dpa
Die angekündigte Glätte hat am Donnerstagabend und in der Nacht zu Freitag zu etlichen Unfällen geführt. Im Süden Deutschlands wurden dabei zwei Menschen getötet. Zahlreiche weitere wurden verletzt.
Die Autobahn 9 in Bayern war laut Polizei nach einem tödlichen Unfall bei Leupoldsgrün in Richtung Norden für mehrere Stunden gesperrt. Ein 34-jähriger Mann war mit einem anderen Auto zusammengeprallt. Er starb an seinen Verletzungen.
Bei Stuttgart wurde ein 78 Jahre alter Mann getötet, als er mit seinem Wagen gegen einen Bus rutschte. Besonders in Baden-Württemberg kam es zu zahlreichen Unfällen mit Verletzten und Blechschäden.
Das wechselhafte Wetter bleibt uns in den nächsten Tagen erhalten. zum Video
Durch einsetzendes Tauwetter falle Niederschlag aus höherer und schon milderer Luft zunächst als Regen, und gelange dann in tiefere, noch kalte Luftschichten, erklärte Lars Dahlstrom von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info. Dabei könne sich gefährliches Glatteis bilden.
Auch am Freitag kann es im Übergangsbereich zwischen der milden Luft aus dem Westen und der Kaltluft im übrigen Bundesgebiet auf den noch gefrorenen Böden erneut zu Glätte kommen. Besonders betroffen ist ein Band von Niedersachsen und Hessen bis nach Unterfranken. Zudem sind vormittags von Bayern bis nach Brandenburg noch leichte Niederschläge möglich. Dabei kann neben Schnee auch örtlich gefrierender Nieselregen fallen.
Weiter nach Osten und Nordosten hin ist es dagegen noch trocken und kalt. Am Abend kommt dann von Westen ein neues, umfangreiches Regengebiet, das sich rasch über die gesamte Westhälfte ausbreitet. Am Samstag regnet es dann vor allem im Süden und Südosten. Anfangs kann sich im äußersten Osten und Südosten noch Glatteis bilden. Bei einer Schneefallgrenze von rund 1200 Metern setzt in den Mittelgebirgen starkes Tauwetter ein.
Zu Beginn der neuen Woche wird es wieder etwas kühler, und die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 700 Meter. "Im Tiefland wird es aber vorerst kein winterliches Wetter mehr geben", prophezeit Dahlstrom.
Quelle: wetter.info, t-online.de, dpa
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