23.12.2012, 15:02 Uhr | wetter.info, sr
Das Weihnachtsfest wird in diesem Jahr nicht weiß, sondern grün. "Am Oberrhein sind an Heiligabend bis zu 16 Grad möglich, dazu zeigt sich gebietsweise sogar die Sonne", so Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia gegenüber wetter.info. "Das Wetter fühlt sich also gar nicht weihnachtlich, sondern eher frühlingshaft an."
Bis Heiligabend hat überall starkes Tauwetter eingesetzt. Das bedeutet: keine Chance auf Weiße Weihnachten. "Selbst in den Höhenlagen gibt es Plusgrade", so Sävert - wo also noch etwas Schnee liegenbleibt, ist das ein eher pappiges Vergnügen. Im Westen wird es bis zu 16 Grad warm - fast so mild wie an Heiligabend 1977, als knapp 17 Grad erreicht wurden. "Das ist wirklich ungewöhnlich mild", sagte Sävert. Auch im Norden ist es bei fünf bis sechs Grad deutlich milder als in den vergangenen Tagen.
Dazu lässt der Regen vorübergehend nach, in der Mitte und im Süden bleibt es tagsüber trocken. Gebietsweise kommt sogar die Sonne raus - damit fühlt sich das Wetter schon fast nach Frühling an. "Im Südwesten sollte man den Tag für einen Spaziergang nutzen, um ein bisschen Sonne zu tanken", so der Rat des Wetterexperten.
Am ersten Weihnachtsfeiertag bleibt es mild, die Höchsttemperaturen sind nur einen kleinen Tick niedriger als an Heiligabend: In Flensburg sind bis zu sechs Grad drin, am Oberrhein bis zu 14. Zwischen Bodensee und Bayerischem Wald ist es trocken, ansonsten regnet es verbreitet wieder häufiger. Ebenso unbeständig wird es am zweiten Feiertag. Regen und Regenschauer dominieren das Bild, Sonnenschein ist die Ausnahme. Dazu wird es mit fünf bis zehn Grad wieder etwas kühler.
Das wechselhafte Wetter bleibt uns in den nächsten Tagen erhalten. zum Video
Der viele Regen und das Tauwetter sorgen jedoch für Hochwassergefahr im ganzen Land. "Das geht direkt in die ohnehin schon angestiegenen Flüsse", so Sävert. Noch ist die Lage nicht bedrohlich, aber es wird erst kurzfristig abzusehen sein, wie hoch die Pegel wirklich steigen. "Das hängt davon ab, wie die neuen Tiefdruckgebiete hereinziehen und welche Regenmenge sie im Gepäck haben."
Sicher ist jedoch: Das Thema Hochwasser wird uns auf jeden Fall bis nach Weihnachten beschäftigen. "Derzeit ist keine Entspannung der Lage abzusehen."
Quelle: wetter.info, sr
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