24.12.2012, 13:58 Uhr | ff, wetter.info
Die Chance auf Weiße Weihnachten sind schon lange passé, und jetzt stellt sich auch noch ein Temperaturrekord ein: Im baden-württembergischen Müllheim wurden um 13 Uhr 18,3 Grad erreicht. "Das ist ein absolut ungewöhnliches Wetterereignis", sagte Fabian Ruhnau vom Wetterdienst Meteomedia gegenüber wetter.info.
Auch an anderen Städten und Orten wurden Rekordwerte gemessen:
Freiburg | 17,9 Grad |
Emmendingen | 17,7 Grad |
Balingen | 17,6 Grad |
München | 16 Grad |
Zugspitze | 2,2 Grad |
Das wechselhafte Wetter bleibt uns in den nächsten Tagen erhalten. zum Video
Zum Vergleich: Die alten Höchstwerte an Heiligabend lagen bei 17 Grad in den Jahren 1977 und 1983.
Auch im übrigen Land wird es ungewöhnlich mild für diese Jahreszeit. Die Temperaturen liegen in der großen Südwest-Hälfte zwischen zehn bis 17 Grad. Noch ein wenig kühler wird es von Schleswig-Holstein über Mecklenburg-Vorpommern bis nach Sachsen. Dort zeigt das Thermometer maximal sieben bis neun Grad an.
In einem Streifen von Nordrhein-Westfalen über das südliche Niedersachsen bis nach Sachsen und dem südlichen Brandenburg regnet es verbreitet. Die Regenfront verlagert sich im Tagesverlauf langsam gen Norden und sorgt dort bis in die Nacht für trübes Wetter und nasse Füße. Südlich dieses Streifens wird es zunehmend trocken.
In der Südhälfte des Landes bleibt es ohnehin trocken, oft auch mit Sonne. "Das Saarland, Südhessen und Franken bilden dabei die Nordgrenze zum Sonnenschein." Verbreitet können also in Baden-Württemberg und Bayern überwiegend frühlingshafte Verhältnisse genossen werden.
Am ersten Weihnachtstag erreicht uns ein neues Tiefdruckgebiet. "Das bringt mit einer Kaltfront neuen Regen", so der Wetterexperte. Allerdings fallen die Temperaturen nicht in den Keller - es bleibt ziemlich mild.
Im Tagesverlauf breiten sich von Nordwesten und Westen Schauer über ganz Deutschland aus. Dazu gesellen sich starke Böen, die in höheren Lagen der Mittelgebirge sogar zu Sturmböen anwachsen.
Im Nordwesten stellt sich am Nachmittag wechselhaftes Schauerwetter ein, Richtung Nordsee ist vielleicht sogar mal ein Gewitter drin.
Bis zum Abend trocken bleibt es hingegen an den Alpen und in Niederbayern. Auch in Sachsen muss man sehr wahrscheinlich keinen Regen fürchten, hier kann sich sogar längere Zeit die Sonne durchsetzen.
Dort wird es mit 14 Grad, teilweise sogar mit 15 Grad am Nordrand des Erzgebirges, auch mit am wärmsten. Im Raum Stuttgart sind 14 Grad drin.
Sonst pendeln die Temperaturen verbreitet zwischen neun und 13 Grad. Am kühlsten wird es im äußersten Norden mit Werten von sieben oder acht Grad. "Auch die Nächte bleiben frostfrei, auf den Straßen ist keine Glätte zu befürchten", sagte Ruhnau.
Am Mittwoch kommt von Westen wieder etwas kühlere Luft her rein. "Die Zehn-Grad-Marke knacken wir nicht mehr", so der Meteorologe. Die Werte in ganz Deutschland liegen zwischen sechs und neun Grad.
Dazu wird es wieder wechselhaft: Viele Wolken hängen am Himmel und zeitweise fällt Regen. Außerdem bleibt es windig, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie noch am Dienstag.
Insbesondere im Süden gibt's am Nachmittag bei starker Bewölkung längere Schauer. Insgesamt kommt der Osten am besten weg, dort lockert der Himmel längere Zeit auf.
Quelle: ff, wetter.info
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