24.12.2012, 14:36 Uhr | ff, wetter.info
Die Chance auf Weiße Weihnachten sind schon lange passé, und jetzt stellt sich auch noch ein Temperaturrekord ein: In Freiburg im Breisgau wurden an Heiligabend um 13.30 Uhr 19,3 Grad erreicht. "Das ist ein absolut ungewöhnliches Wetterereignis", sagte Fabian Ruhnau vom Wetterdienst Meteomedia gegenüber wetter.info.
Auch an anderen Städten und Orten wurden Rekordwerte gemessen:
Müllheim | 18,3 Grad |
Ihringen | 18,1 Grad |
Balingen | 17,9 Grad |
Emmendingen | 17,8 Grad |
Schwäbische Alb (735 m) | 17,5 Grad |
Zugspitze | 2,2 Grad |
Viele Schauer sind unterwegs, stellenweise kann es auch gewittern. zum Video
Zum Vergleich: Die alten Höchstwerte an Heiligabend lagen bei 17 Grad in den Jahren 1977 und 1983.
Nach dem frühlingshaften Heiligabend erreicht uns am ersten Weihnachtstag ein Tiefdruckgebiet. "Das bringt mit einer Kaltfront neuen Regen", sagte der Meteorologe. Allerdings fallen die Temperaturen nicht in den Keller - es bleibt ziemlich mild.
Am Dienstag breiten sich im Tagesverlauf von Nordwesten und Westen Schauer über ganz Deutschland aus. Dazu gesellen sich starke Böen, die in höheren Lagen der Mittelgebirge sogar zu Sturmböen anwachsen. Richtung Nordsee ist vielleicht sogar mal ein Gewitter drin.
Bis zum Abend trocken bleibt es hingegen an den Alpen und in Niederbayern. Auch in Sachsen muss man sehr wahrscheinlich keinen Regen fürchten, hier kann sich sogar längere Zeit die Sonne durchsetzen.
Dort wird es mit 14 Grad, teilweise sogar mit 15 Grad am Nordrand des Erzgebirges, auch mit am wärmsten. Im Raum Stuttgart sind 14 Grad drin.
Sonst pendeln die Temperaturen verbreitet zwischen neun und 13 Grad. Am kühlsten wird es im äußersten Norden mit Werten von sieben oder acht Grad. "Auch die Nächte bleiben frostfrei, auf den Straßen ist keine Glätte zu befürchten", sagte Ruhnau.
Am Mittwoch kommt von Westen wieder etwas kühlere Luft her rein. "Die Zehn-Grad-Marke knacken wir nicht mehr", so der Meteorologe. Die Werte in ganz Deutschland liegen zwischen sechs und neun Grad.
Dazu wird es wieder wechselhaft: Viele Wolken hängen am Himmel und zeitweise fällt Regen. Außerdem bleibt es windig, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie noch am Dienstag. Die Schneefallgrenze sinkt auf 900 bis 1000 Meter.
Insbesondere im Süden gibt's am Nachmittag bei starker Bewölkung längere Schauer. Insgesamt kommt der Osten am besten weg, dort lockert der Himmel zeitweise auf.
Am Donnerstag sorgen gleich zwei Tiefdruckgebiete für Tumult am Himmel. "Das wird ein verbreitet richtig ungemütlicher Tag, die Tiefs nehmen Deutschland in die Zange", prognostizierte der Wetterexperte. Das erste Tief zieht am Morgen von Norden her über Deutschland, das zweite am Nachmittag von Westen.
Beide sorgen verbreitet für Regen, vor allem im Westen schüttet es ab dem Nachmittag kräftig. Der Wind legt wieder ordentlich zu: In den Bergen kommt es zu Sturmböen, die auch in tieferen Lagen auftreten können.
Allerdings wird's wieder etwas milder. Im Westen und Südwesten die Höchstwerte zehn bis zwölf, sonst sieben bis zehn Grad. Die Schneefallgrenze bleibt bei 900 bis 1000 Metern.
Freitag beruhigt sich die Wetterlage wieder, der Wind lässt deutlich nach. Im Süden trüben noch viele Wolken und längerer Regen den Tag, während es im Norden Richtung Nachmittag weitgehend trocken bleibt. Ab und an zeigt sich dort sogar die Sonne.
Die Temperaturen gehen jedoch etwas zurück: Fünf bis acht Grad erwartet der Meteorologe, lediglich am Oberrhein können es knapp zehn Grad werden.
Quelle: ff, wetter.info
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