25.12.2012, 12:56 Uhr | dpa, wetter.info
Im Süden und Westen Deutschlands sind die Flusspegel in den vergangenen Stunden stark gestiegen. Der Oberrhein war am Montag wegen Hochwassers teilweise gesperrt. Auch die Pegelstände an der Mosel und anderen Flüssen in Rheinland-Pfalz stiegen. Köln und Düsseldorf bereiten sich unterdessen auf die Rheinfluten vor.
Schuld an der aktuellen Hochwasserlage sind der viele Regen und das Tauwetter. "Das geht direkt in die ohnehin schon angestiegenen Flüsse", sagte Thomas Sävert von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info.
Der Oberrhein musste am Montag zwischen Iffezheim und Mannheim auf einer Länge von rund 60 Kilometern gesperrt werden. Um Mitternacht hatte der Fluss den kritischen Pegelstand von 7,50 Meter in Maxau bei Karlsruhe überschritten, teilte die Wasserschutzpolizei in Baden-Württemberg mit. Vor dem Stadthafen in Karlsruhe schlossen die Behörden als weitere Schutzmaßnahme ein Hafentor, das den Anstieg des Wasser im Stadtbereich verhindern soll. Der Pegelstand des Neckars blieb stabil.
In Rheinland-Pfalz führten Mosel und andere Flüsse viel Wasser. Allerdings erwarteten die Hochwassermeldezentren in Mainz und Trier am Montag wieder fallende Pegelstände, da es nicht mehr regnen sollte. In den meisten anderen Bereichen des Rheins in Rheinland-Pfalz galten Geschwindigkeitsbeschränkungen für Schiffe. Unklar blieb die Lage am Mittelrhein, da Nebenflüsse wie Nahe, Lahn und Mosel noch einmal viel Wasser mit sich führen.
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Am Niederrhein bereiteten sich Köln und Düsseldorf auf das Rhein-Hochwasser vor. Beide Städte meldeten am Montag weiter steigende Pegelstände. Hochwasserschützer sehen vorerst jedoch keine Gefahr. In Köln stand das Wasser am frühen Nachmittag bei 7,50 und stieg rund drei Zentimeter pro Stunde. Schutzmaßnahmen für einen Pegelstand von 9,00 Metern seien ergriffen oder vorbereitet, sagte ein Mitarbeiter der Hochwasserschutzzentrale. Im langjährigen Mittel liegt der Wasserstand des Rheins bei Köln bei einer Marke von 3,21 Meter. Schiffe durften am Montag nur noch langsam und in Flussmitte fahren. In Düsseldorf wurden die Altstadt und der Ortsteil Hamm geschützt.
Noch ist nicht klar, wie bedrohlich die Lage noch wird. Es sei erst kurzfristig abzusehen, wie hoch die Pegel wirklich steigen, so Sävert. "Das hängt davon ab, wie die neuen Tiefdruckgebiete hereinziehen und welche Regenmenge sie im Gepäck haben." Sicher ist jedoch: Das Thema Hochwasser wird uns auf jeden Fall bis nach Weihnachten beschäftigen. "Derzeit ist keine Entspannung der Lage abzusehen."
Quelle: dpa, wetter.info
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