29.01.2013, 10:42 Uhr | wetter.info
Der Regen ist schon da, das Quecksilber fällt erst noch. Ab Donnerstag zieht ekliges, nasskaltes Wetter über Deutschland auf: "Bis zum Wochenende sinken die Temperaturen auf vier Grad im Westen und nur knapp über null Grad im Osten - dazu viel Regen und örtlich Sturmböen. So ein richtiges Erkältungswetter", sagt Andreas Wagner vom Wetterdienst meteomedia im Gespräch mit wetter.info. "Es ist Winter auf Sparflamme, aber die Unannehmlichkeiten bleiben."
So müssen die Autofahrer morgens aufpassen: "Es droht Glatteis, außerdem kann es über Nacht immer mal wieder weiß werden und durch den Schneematsch dann seifig", sagt Wagner. Begleitet wird das Schmuddelwetter von teils kräftigem Wind. Vor allem in der Nacht zum Freitag können im Norden auch im Tiefland Sturmböen wüten.
Doch es gibt für viele auch eine positive Nachricht. zum Video
Eine "Einwinterung" wie in den vergangenen Wochen werde es vorerst aber nicht mehr geben, sagt Wagner. Auch kommende Woche soll es bei dem Wechselspiel zwischen leidlich milder und kälterer Luft bleiben.
Zumindest die Wintersportler können sich aber freuen: Schnee wird zum Wochenende hin erst ab 500 Meter Höhe fallen - dort aber richtig: In den Mittelgebirgen rechnen die Meteorologen mit 30 bis 40 Zentimetern Neuschnee, in den Alpen sogar mit mehr als einem Meter, vor allem im Allgäu.
Bevor uns aber die Rückseite des Tiefdruckgebiets mit seiner nassen Kälte erwischt, könnten im Westen Deutschlands sogar noch Wärmerekorde geknackt werden: Am Dienstag erreichen die Temperaturen im Westen 10 bis 13 Grad, im Osten bewegen sie sich von 0 Grad am Morgen etwas langsamer nach oben.
Der Mittwoch ist der Höhepunkt der dreitägigen Wärmewelle. Dann kann sich ganz Deutschland über 10 bis 13 Grad freuen, am Oberrhein kann es sogar 15 oder 16 Grad warm werden. Die Temperaturen liegen dann für Ende Januar/Anfang Februar sogar in Rekordnähe.
Die Freude über die angenehmen Temperaturen wird aber vom Regen gedämpft. Das Tief bringt eine Regenfront, die im Laufe des Dienstags vom Norden in den Süden zieht. Im Westen und Nordwesten lockert es hinter der Front auf. In der Nacht zum Mittwoch regnet es deutschlandweit und auch in den folgenden Tagen ist mit viel Niederschlag zu rechnen.
Obwohl es überall taut, ist Hochwasser in den meisten Teilen des Landes zunächst kein Problem: "Selbst in den Bergen liegt momentan nicht so viel Schnee, wie man vermuten möchte. Außerdem saugt der Boden die Nässe erst einmal auf und gibt sie erst später wieder frei", sagt Wagner. Erst mit dem zu erwartenden Regen schwellen in den nächsten Tagen die Nebenflüsse des Rheins an. Dort kann es ab Donnerstag tatsächlich zu Hochwasser kommen.
Quelle: wetter.info
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