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Sturmflut verursacht schwere Schäden

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Sturmflut verursacht schwere Schäden

01.02.2013, 09:24 Uhr | dpa

"Land unter" auf dem Hamburger Fischmarkt (Quelle: dpa)

"Land unter" auf dem Hamburger Fischmarkt (Quelle: dpa)

Die erste Sturmflut der Saison und kräftige Böen haben in Norddeutschland Schäden angerichtet und den Verkehr behindert. Umgeknickte Bäume auf Gleisen, Straßen oder Häusern hielten die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr auf Trab.

Hochwasser überflutete Teile des Hamburger Fischmarkts. Geparkte Autos standen plötzlich im Wasser. Im Vorort Blankenese schien eine Uferstraße wie von Eisschollen gepflastert - das Hochwasser hatte sie an Land gedrückt.

Einsatzkräfte im Stress

Allein in Schleswig-Holstein gab es am Donnerstag laut NDR 1 Welle Nord mehr als 100 Feuerwehr- und Polizeieinsätze. Die Pegelstände an der Nordseeküste und Hamburg-St. Pauli überschritten das mittlere Tidehochwasser zum Teil um mehr als 2,5 Meter.

"Es war die erste Sturmflut nach über einem Jahr", sagte der Leiter des niedersächsichen Sturmflutwarndienstes, Hans-Gerd Coldewey.

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"Land unter" auf den Halligen

Am Donnerstagmorgen stand auch der Fähranleger in Dagebüll (Kreis Nordfriesland) an der Nordseeküste unter Wasser. "Land unter" hieß es ebenfalls auf den Halligen Langeneß und Hooge.

Auf einigen Inseln wie Wangerooge und Spiekeroog habe es Dünenabbrüche gegeben. Die Sturmflut habe auch Sandfangzäune zerstört. Die Deiche an der Westküste hielten aber stand. Der Fährverkehr war stundenlang unterbrochen.

Wegen des Sturms musste die Fehmarnsundbrücke zwischen dem schleswig-holsteinischen Festland und der Ostsee-Insel Fehmarn zeitweise für alle Fahrzeuge gesperrt werden.

Orkanartige Böen an der See

Auf der Ostsee-Insel Hiddensee wurden laut Wetterdienst Meteomedia Windgeschwindigkeiten bis zu 110 Stundenkilometer gemessen. Auch im Binnenland tobte der Sturm heftig: Auf dem höchsten Gipfel des Harz, dem Brocken, erreichten die Böen mit bis zu 140 Kilometern pro Stunde ausgewachsene Orkanstärke.

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Tödlicher Verkehrsunfall

In Ganderkesee (Niedersachsen) stürzte ein Baum auf einem Parkplatz auf vier Autos. Dabei kamen aber keine Menschen zu Schaden.

Auf der Autobahn 20 nahe der Abfahrt Gützkow (Mecklenburg-Vorpommern) wurde dagegen eine 48-jährige Autofahrerin schwer verletzt, als sie mit ihrem Wagen einem im Sturm umgekippten Lastwagenanhänger nicht mehr ausweichen konnte.

Unterbrochene Bahnstrecken

In Schleswig-Holstein kam es außerdem zu Behinderungen im Bahnverkehr. Die Zugstrecke zwischen Neumünster und Flensburg war laut Bundespolizei auf der Höhe von Schleswig in der Nacht zum Donnerstag eine gute Stunde in beide Richtungen blockiert. Ein Güterzug hatte einen auf die Gleise gewehten Düngemittelcontainer erfasst, der mit der Lok verkeilte.

In Hasloh (Kreis Pinneberg) stürzte ein Baum auf ein Gleisbett. Der Sylt-Shuttle der Deutschen Bahn konnte am frühen Donnerstagmorgen nur eingeschränkt verkehren: Leere Lastwagen, Wohnwagen und Anhänger wurden nicht transportiert.

Insgesamt seien die Folgen aber glimpflich gewesen, hieß es bei den Behörden. Für die Ostsee hatte der Südweststurm auch ein Gutes: Das morsche Eis aus den Küstenregionen wurde auf die offene Ostsee hinausgetrieben, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt in Rostock mit.

Quelle: dpa

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