07.03.2013, 07:03 Uhr | wetter.info, rf
Wie schlimm wird's am Wochenende? Sicher ist: Die Polarluft kommt, mit viel Schnee im Süden. (Quelle: dapd)
Alle Hoffnungen auf einen baldigen Frühlingsanfang sind zunichte gemacht. Sicher ist: "Ganz Deutschland wird in der neuen Woche von polarer Kaltluft geflutet", sagt Andreas Wagner von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info - teils langanhaltende Schneefälle und Dauerfrost inklusive. "In einem eisigen Nordostwind fühlt sich das wie minus fünf bis minus zehn Grad an", prophezeit der Meteorologe. Die Frage ist nur: Wie schlimm wird's am Wochenende?
Schon am Donnerstag bläst ein eisiger Wind kalte Luft an die Küste Vorpommerns. Sturmböen sind auch dabei. Nordöstlich der Elbe werden nur noch einstellige Höchstwerte erreicht, direkt an der Küste höchstens ein bis zwei Grad.
Ganz anders im Westen und Südwesten: Es bleibt mit zwölf bis 14 Grad zunächst sehr mild. "Am Oberrhein sind sogar knapp 15 Grad drin", so Wagner. "Je nach Sonnenscheindauer."
Die Luftmassengrenze verschärft sich am Freitag - und liegt voraussichtlich über dem hohen Norden in Ostseeküstennähe. Dort sind erste Schneeregenfälle denkbar, bei ein bis zwei Grad plus.
In Teilen des Landes lässt sich dennoch die Sonne blicken. zum Video
"Gefühlt liegen die Temperaturen hier aber bereits wegen des Windes deutlich unter null", erklärt der Wetterexperte. In der großen Südwesthälfte hält sich weiter die milde Luft bei wechselhaftem Wetter mit einigen Schauern.
Am Samstag gewinnt die Kaltluft immer mehr Raum: Nordöstlich der Elbe sind rund null Grad das Höchste der Gefühle, und die Zehn-Grad-Grenze verläuft etwa entlang des Rheins und der Donau.
Zwischen der Kälte und der Milde spaltet sich zu Beginn des Wochenendes ein Randtief ab und zieht bis Sonntag entlang der Luftmassengrenze von West nach Ost über uns hinweg.
Je nachdem, ob seine Zugbahn weiter nördlich oder südlich verläuft, bekommen wir es mit mehr oder weniger massiven Schneefällen zu tun.
Ein Wettermodell (das amerikanische) rechnet am Samstag in Norddeutschland mit kräftigem Schneefall und Dauerfrost. Laut Unwetterzentrale müsste man in diesem Fall mit winterlichen Straßenverhältnissen rechnen.
Das Europäische Wettermodell zeichnet eine weniger dramatische Lage - mit Schneefällen von Süd-Niedersachsen bis nach Sachsen. "Was das Tief genau anstellt, wissen wir erst ein, zwei Tage vorher", erklärt Wagner. Sicher ist aber: Die Kaltluft kommt!
Südlich des Mains bekommt man von dem Kälteeinbruch bis Sonntag nichts mit. Sieben bis zehn Grad, am Oberrhein auch 13 Grad und gelegentliche Regenfälle vermitteln keinen winterlichen Eindruck.
Doch damit ist es zu Beginn der neuen Woche vorbei: Wenn das Tief Deutschland am Sonntag überquert hat, flutet polare Kaltluft das ganze Land. Bis mindestens Mitte der Woche herrscht überall Dauerfrost, in den Nächten auch strenger Frost.
In Süddeutschland zeichnen sich länger andauernde, teils kräftige Schneefälle ab, und der schneidende Nordostwind fühlt sich auch tagsüber wie minus fünf bis minus zehn Grad an.
Und wie geht's weiter? "Derzeit sieht es so aus, als würde sich eine neue Großwetterlage einstellen", sagt Wagner. Auf keiner Wetterkarte ist auf absehbare Zeit eine erneute Milderung in Sicht. "Die mildere Atlantikluft ist komplett abgeschnitten", so der Experte. "Hoffentlich werden das keine unterkühlten Ostern."
Quelle: wetter.info, rf
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