10.03.2013, 08:45 Uhr | rf, wetter.info
Auch in Berlin hat es bereits kräftig geschneit (Quelle: Meteomedia, dpa)
Starkschneefälle und Frost im Norden, extreme Milde mit bis zu 15 Grad am Oberrhein - "das Wetter hat auch am Sonntag Überraschungen parat", sagt Thomas Sävert von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info. Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee und mehr kommen gebietsweise zusammen. "Die Skala ist nach oben offen", warnt der Meteorologe. Er empfiehlt, das Auto morgen in den betroffenen Regionen stehen zu lassen.
Schuld an der Wettermisere ist eine sehr markante Luftmassengrenze über Norddeutschland: Kalte Frostluft schiebt sich unter die milde Atmosphäre in der Südhälfte. Im Übergangsbereich gefriert Regen noch in der Luft, auf Autos und Oberleitungen oder auf dem Boden.
Nicht nur Vereisungen oder Glatteisregen sind dabei, auch Regen aus kleinen Eiskörnern, Schneeregen und Schnee sind die Folge. "Was genau wo passiert, lässt sich aber nicht vorhersagen", erklärt Sävert. Sicher aber ist: Es wird rutschig.
Nördlich der Front fällt am Sonntag Schnee, und zwar viel Schnee! Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt nach derzeitigem Stand in Ostholstein, Hamburg, Mecklenburg, im Nordosten Niedersachsens, im Norden Sachsen-Anhalts und in der Nordwestecke von Brandenburg.
Heute Abend kommt es vielerorts zu Gewittern teils mit starkem Regen. zum Video
Die Grenze zwischen den unterschiedlichen Luftmassen ist dabei sehr scharf gezogen - und so liegen Winter und Frühlingsmilde oft eng bei einander. Zu allem Überfluss wird der Wind am Sonntag immer stärker und droht, den Schnee stellenweise hoch aufzutürmen. "Autofahrer müssen sich auf Verwehungen und massive Behinderungen einstellen", sagt Sävert.
In der neuen Woche gewinnt die Frostluft immer mehr Raum, kann sich aber entgegen erster Prognosen am Montag noch nicht bis nach Baden-Württemberg und Bayern durchsetzen.
Auch am Dienstag verbleibt der äußerste Süden noch in der sehr milden Luft. Sonst pendeln die Temperaturen wie schon am Montag zwischen minus drei und null Grad. Am Mittwoch ist es nur noch in einem schmalen Streifen am Alpenrand noch milder.
Bitterkalt wird's vor allem in den Nächten: Unter klarem Himmel und dort wo Schnee liegt, rutscht das Quecksilber auf auf bis zu minus acht Grad ab. Am Dienstagmorgen sind schon minus zehn Grad drin, gebietsweise liegen die Werte noch darunter.
Und neue Schneefälle? "Ist alles noch unsicher", vertröstet uns Sävert. Es hängt viel ab vom Weg eines zweiten Randtiefs, das sich in der Front abspalten und neue Niederschläge bringen könnte. Soweit lässt sich das Wetter noch nicht in die Karten gucken.
Quelle: rf, wetter.info
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