22.03.2013, 15:28 Uhr | rf, wetter.info
Schnee, eisiger Wind - aber auch Sonnenschein: Vor allem an der Ostsee wie hier in Stralsund verschärft sich die Kälte (Quelle: dpa, dapd)
Ein Wetter voller Gegensätze: Zwar dürfen sich am Wochenende der Norden und Osten über stundenlangen Sonnenschein freuen - allerdings bekommen wir es mit einer Kälte zu tun, die für die Jahreszeit mehr als ungewöhnlich ist: "Kälter geht nicht Ende März", sagt Fabian Ruhnau von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info.
Zum Samstag: Im Westen und Südwesten kündigen sich Schnee oder Schneeregenschauer an. Am ungemütlichsten wird's wohl in einem breiten Streifen vom Süden Nordrhein-Westfalens und Rheinland-Pfalz über die Mitte und den Süden von Hessen und weiter nach Baden-Württemberg und in die Alpen.
Trotz deutlicher Pluswerte sind dort bis in tiefste Lagen Schneeregen oder Schneefall möglich, "der aber nicht liegenbleibt", sagt Ruhnau.
Im Norden und Osten ist aber weiter Bibbern angesagt: "Die kältesten Luftmassen, die jetzt noch denkbar sind, strömen rein", kündigt der Wetterexperte an. Da kommt auch die Sonne, die dann in der Nordosthälfte, vor allem aber im Norden die Wetterregie übernimmt, nicht gegen an.
Leichter Dauerfrost herrscht demnach in Schleswig-Holstein, Ost-Niedersachsen und im gesamten Osten. In dem extrem kalten Wind, der am Samstag noch stärker wird, fühlt sich das sibirisch an.
Auch Richtung Süden gehen die Temperaturen ein Stück zurück, und die Höchstwerte pendeln meist zwischen plus ein und vier Grad. An Rhein und Neckar sind auch sechs bis neun Grad drin und im Breisgau mit etwas Sonnenglück zehn bis elf.
In den nächsten Tagen wird's sogar nochmal deutlich kühler. zum Video
Die beiden Nächte am Wochenende haben es in der besonders kalten Hälfte Deutschlands in sich: Im Osten rutschen die Werte geradezu dramatisch ab - vielfach auf minus zehn, örtlich bis auf minus 13 Grad. "Da werden wohl einige Kälterekorde für Ende März geknackt", prophezeit Ruhnau.
Am Sonntag gibt's im Norden und Osten eine Fortsetzung des sonnigen aber sehr kalten Winterwetters - denn der extrem kalte aber trockene Wind fegt weiter von Osten über das Land.
Im Süden schwächen sich die Schauer ab, und in Bayern und Baden-Württemberg reißt die Wolkendecke auch mal auf. Hier und da gibt's aber noch ein paar Tropfen oder Flocken, so Ruhnau.
An der Großwetterlage ändert sich zu Beginn der neuen Woche wenig: Viel Sonne im Norden, zum Teil auch im Osten und mehr Wolken in der Mitte und im Süden sind angesagt.
Rutschig könnte es am Montagmorgen von der Eifel und Rheinland-Pfalz über Süd-Hessen bis nach Bayern werden: Schneefälle in der Nacht und am Morgen könnten den Berufsverkehr stören. "Die genaue Lage ist aber noch unsicher", sagt Ruhnau.
Und in Richtung Ostern? "Da rechnen die beiden wichtigsten Wettermodelle noch völlig gegensätzlich", vertröstet uns der Meteorologe. "Seriöse Prognosen sind jetzt noch nicht möglich."
Dass die weiße Pracht im Norden zu Ostern komplett wegschmilzt, ist laut Ruhnau aber sehr unwahrscheinlich. "Da liegt eine Menge zäher Altschnee", sagt der Wetterexperte - immer wieder angetaut und oft zu Eis gefroren. "Gletscherbildung" nennt Ruhnau das augenzwinkernd.
Quelle: rf, wetter.info
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