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Wetter: Schnee und Kälte haben Europa fest im Griff

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Schnee und Kälte haben Europa fest im Griff

27.03.2013, 12:33 Uhr | AFP, dpa

Winterwetter in Europa  (Quelle: Ukrainisches Verteidigungsministerium / dpa)

Armeefahrzeuge räumen die schneebedeckten Straßen in Kiew (Quelle: Ukrainisches Verteidigungsministerium / dpa)

Auch Ende März hat fast ganz Europa noch immer mit Schneemassen und Kälte zu kämpfen. In Osteuropa stieg die Zahl der Kältetoten weiter an. In Nordirland wurden Tausende Schafe von Schneewehen begraben. Wenn es bald milder wird, drohen vielerorts Überschwemmungen.

Dramatisch ist die Lage weiter in Russland: Nach starken Schneefällen und eisigen Temperaturen liegt die Zahl der Kältetoten liegt nun bei mindestens 311. Die meisten Opfer waren Obdachlose.

Neue Rekorde und drohendes Tauwetter

Nach tagelangem Schneefall in Moskau gaben Experten neue Rekordwerte bekannt: Demnach fielen in der Millionenmetropole seit Anfang März etwa 80 Zentimeter Schnee und damit mehr als doppelt so viel wie sonst üblich.

In der Nacht zum Mittwoch schaufelten in der Millionenmetropole Bagger tonnenweise Schnee von den Straßen. Denn der Wetterdienst hat inzwischen Tauwetter und Plusgrade angekündigt, weshalb sich die Moskauer auf Matsch und Überschwemmungen einstellen mussten. Die Stadtverwaltung forderte Autofahrer auf, die Räumfahrzeuge nicht zu behindern.

Kiew: Räumfahrzeug überfährt Frau

In Polen starben seit Anfang März mindestens 25 Menschen durch die Kältewelle, wie die Polizei mitteilte. Damit gab es seit Winteranfang 175 Kältetote. In den vergangenen Tagen sank das Thermometer im Nordosten des Landes auf minus 15 Grad am Tag und minus 24 Grad nachts. Allein im Dezember waren 62 Menschen durch die Kälte gestorben.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew kämpften Tausende Arbeiter und Soldaten mit den Folgen der heftigsten Schneefälle seit mehr als 100 Jahren. Mehr als 33.000 Tonnen Schnee seien bereits aus der Millionenmetropole geschafft worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Unweit des Olympiastadions überfuhr ein zum Räumen eingesetzter Traktor beim Rückwärtsfahren eine Frau, die ausgerutscht war. Ärzte konnten nur noch den Tod der 50-Jährigen feststellen. Auch in der Ukraine befürchten die Behörden Überschwemmungen durch Tauwetter in den nächsten Tagen.

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Massencrashs in Österreich

Tausende Schulen und Kindergärten waren in Rumänien wegen heftigen Schneefalls geschlossen worden. Verwehungen behinderten in Tschechien den Verkehr. Starker Wind deckte in Sternberk bei Olmütz (Olomouc) das Dach eines Supermarktes ab. Trümmer beschädigten ein Auto. Auch in Großbritannien war die Lage angespannt. In einigen Gegenden Schottlands gab es den fünften Tag in Folge keinen Strom.

In Österreich kam es am Dienstag zu mehreren Massenunfällen. 70 Kilometer westlich von Wien krachten auf einer schneeglatten Autobahn 50 bis 70 Fahrzeuge aufeinander, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein Mensch starb, zehn weitere wurden leicht verletzt. Zudem kam es in einem Tunnel auf der Südautobahn fast zeitgleich in beiden Röhren zu Unfällen, bei denen 24 Menschen verletzt wurden, sechs davon schwer. "Die Autos haben sich in den Tunnels zur Decke gestapelt", sagte ein Sanitäter laut APA.

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Osterlämmer eingeschneit

Auch in Belgien jagt derzeit ein Kälterekord den nächsten. Am vergangenen Wochenende war es in Brüssel so kalt wie seit 130 Jahren nicht mehr zu dieser Jahreszeit. Am Sonntag stiegen die Temperaturen nur auf 1,2 Grad Celsius - das war der kälteste 24. März seit dem Jahr 1883. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf das Königliche Meteorologische Institut.

In Nordirland kostete die Rückkehr des Winters mit eisigen Ostwinden vermutlich Tausende Schafe das Leben. Die Tiere, darunter viele Osterlämmer, sind unter den teils mehr als einen Meter hohen Schneewehen schlicht begraben worden. Das BBC-Fernsehen zeigte Bilder, wie Bauern die Tiere aus Löchern in der Schneedecke ziehen. Nur wenige wurden lebend geborgen. Das Verteidigungsministerium stellte Armeehubschrauber zur Verfügung, um die Suche nach den Tieren zu beschleunigen. Auch die Bergrettung war im Einsatz. In einigen Gegenden Schottlands waren die Menschen am Dienstag den fünften Tag in Folge ohne Stromversorgung.

Quelle: AFP, dpa

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