11.08.2013, 11:25 Uhr | mab, wetter.info
Wie hier im Englischen Garten in München darf vor allem der Süden, im Trend fast das ganze Land auf Sonne bei angenehmen Temperaturen hoffen (Quelle: dpa)
Wenn sich ein Hoch von den Azoren und eines über Osteuropa vereinigen, sollte es "für fast 95 Prozent von Deutschland perfektes Sommerwetter geben". Das kündigt Andreas Wagner von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info für das Ende der kommenden Woche an. Deren Tiefpunkt sei mit Sicherheit noch nicht wie zuletzt angenommen am Dienstag, sondern am Mittwoch zu erwarten. "Dann geht es für die meisten wieder steil bergauf".
Am Montag wird es für einige im Land ziemlich ungemütlich. "Das skandinavische Tief macht sich bemerkbar", sagt Wagner, erklärt aber auch, dass die Kaltfront zunächst noch vom Keil des Azorenhochs abgebremst wird. Das klappt jedoch nicht auf Dauer: Von Nordrhein-Westfalen bis nach Brandenburg können sich neue Schauer bilden.
Ab dem Nachmittag gibt es vor allem von Rheinland-Pfalz bis Sachsen auch stärkeren, jedoch nicht lang anhaltenden Regen. "Er fällt meist schauerartig", so Wagner. "Dabei können örtlich auch mal schnell sechs bis zehn Liter zusammenkommen. Die Bauern freut das. Sie brauchen den Niederschlag - zum Beispiel für den Mais."
Südlich dieser Linie bleibt es überwiegend sonnig und trocken. Am wärmsten wird es wieder einmal am Oberrhein mit bis zu 26 oder 27 Grad. Ansonsten liegen die Temperaturen bei 23 bis 25 Grad, bevor die Kaltfront hereinzieht. Danach werden noch 17 bis 20 Grad erreicht, vereinzelt vielleicht auch höhere Werte. Das hängt davon ab, wie schnell und stark sich die Sonne nach den Schauern durchsetzt.
Der Meteorologe spricht von einem "gemäßigten Sommer". Besonders an der niedersächsischen Küste und in Schleswig-Holstein bleibt es überwiegend bewölkt mit regelmäßigen Schauern und sogar Gewittern. Zwischendurch taucht die Sonne auf: "Man kann schon von aprilhaftem Wetter sprechen", so Wagner über den Norden und den Nordwesten.
In der Nacht zum Dienstag gehen die Temperaturen auf zwölf bis zehn, im Mittelgebirge sogar auf bis zu sieben Grad zurück. Relativ kühl bleibt es die längste Zeit noch im Nordwesten, wo die Höchstwerte bei 16 bis 18 Grad liegen. Das Maximum mit 22, 23 Grad ist in einem Streifen vom Rhein-Main-Gebiet bis zum Hochrhein zu erwarten.
Die Kaltfront erreicht aber auch den Alpenraum, und es gibt auch im Süden Bayerns längere Zeit Regen. Von Brandenburg bis Rheinland-Pfalz wechseln sich sonnige Abschnitte und Schauer ab.
Im Nordseeküstenumfeld sowie an den Alpen sind schon am Dienstagmorgen Schauer und Gewitter aktiv. Die können im Tagesverlauf auch das übrige Land treffen. Am ehesten wird es in einem Korridor vom Saarland über Baden-Württemberg bis nach Sachsen und Südbrandenburg sonnig. Dort lässt die Schauerneigung zuerst nach.
"Am Mittwoch kommt wieder der Keil des Azorenhochs ins Spiel, der die Wolken aufbricht", berichtet Wagner über einen Trendwechsel, der sich allerdings nur allmählich vollzieht. Die Temperaturen hängen auch wieder davon ab, wie schnell und wie lange sich die Sonne durchsetzen kann. Maximal 20 bis 24 Grad prophezeit Wagner, warnt aber auch vor vielen kühlenden Schauern und eher unbeständigem Wetter.
Die hohe Wahrscheinlichkeit, dass am Donnerstag der flächendeckend sonnige Sommer zurückkehrt, hat sich laut dem Experten noch weiter erhöht. Ein neues Hoch spaltet sich von dem bestehenden ab, "verselbstständigt sich", so Wagner. "Es zieht Richtung Tschechien und Polen und sorgt so dafür, dass sich wärmere Luft durchsetzt."
Das gilt für den größten Teil Deutschlands. Einzelne Quellwolken stören nicht, es bleibt trocken und sonnig. Nur im äußersten Norden sind die Wolken weiterhin dicht, und es kann Schauer geben.
Die weitere Perspektive lässt Sommerfreunde hoffen - Wagner: "Die Vereinigung des Hochs aus dem Südwesten mit einem Hoch über Osteuropa bedeutet, dass es von Freitag bis Sonntag freundlich bleibt." Ob das auch für die Menschen an der Nordsee gilt, hängt von der Stärke dieser Vereinigung ab.
Zum allgemeinen Thermometertrend hält Wagner fest: "Temperaturen um die 25 Grad empfinden die meisten Menschen ja als angenehm und ideal." Freitag sind insbesondere im Südwesten auch 28, Samstag verbreitet sogar 29 Grad drin.
Quelle: mab, wetter.info
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