11.08.2013, 15:06 Uhr | AFP, wetter.info
Retter bergen einen Bewohner, der in der Nähe mehrerer Häuser gefunden wurde, die unter einer Schlammlawine zusammenbrachen (Quelle: Reuters)
Während bei uns eine Wetterberuhigung Einzug hält, werden Teile Asiens von Extremen heimgesucht - Japan von zweien. Dort sind durch gewaltige Niederschläge einerseits und eine rekordverdächtige Hitzewelle andererseits insgesamt zehn Menschen ums Leben gekommen.
Heftiger Regen hat im Norden einen Erdrutsch ausgelöst, der acht Häuser unter sich begrub und sechs Bewohner tötete. Am Samstag fanden Rettungskräfte vier Leichen, darunter ein 93-jähriger Mann, dessen 88 Jahre alte Frau sowie ihr 61-jähriger Sohn.
Bereits am Vortag wurden zwei Todesopfer entdeckt. In der betroffenen Region - den Präfekturen Akita und Iwate - gingen am Freitag besonders starke Regenfälle nieder. Dadurch lösten sich Schlammlawinen, und Flüsse traten über die Ufer.
Zugleich kollabierten zahlreiche Menschen aufgrund der hohen Temperaturen. Mindestens vier Menschen sind am Wochenende an den Folgen der grassierenden Hitzewelle gestorben. Eine 84-jährige Frau und ein 66-jähriger Mann erlitten am Samstag im Westen des Landes einen Hitzeschlag, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.
Eine 80-jährige Japanerin starb am Sonntag in einem Krankenhaus, nachdem sie in ihrem Haus südlich von Osaka zusammengebrochen war. In der nördlich der Hauptstadt Tokio gelegenen Stadt Saitama brach ein Mann auf der Straße zusammen. Der 60-Jährige starb weniger später in einer Klinik.
Am Samstag wurden in zwei Städten Japans Rekordwerte von 40,9 Grad eingestellt. In Kofu, 100 Kilometer westlich von Tokio, stieg die Temperatur nach Angaben des japanischen Wetterdienstes am Sonntagnachmittag auf 40,6 Grad. Bereits Anfang Juli waren Dutzende Menschen infolge der enormen Hitze gestorben.
Auch aus China, wo der heißeste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen herrscht, wurden bereits Dutzende Hitzetote vermeldet. Weite Teile des riesigen Landes ächzten unter Temperaturen von mehr als 40 Grad und einer massiven Dürre.
Das Gegenteil setzt Indien schwer zu, wo dieses Jahr bereits rund 1500 Menschen aufgrund schwerer Regenfälle ums Leben kamen, Tausende Weitere werden für tot gehalten. Auch Pakistan und Nepal haben Monsun-Oper zu beklagen.
Quelle: AFP, wetter.info
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