17.03.2012, 12:29 Uhr | AFP, dpa, dapd, t-online.de
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will offenbar den Zugang zur geplanten Zuschussrente erleichtern. Die Ministerin wolle die Mindestzeiten für private Altersvorsorge senken, die für die Zuschussrente vorgewiesen werden müssten, berichtete die "Frankfurter Rundschau". Die Koalition will sich Anfang kommender Woche auf Eckpunkte einigen.
Die Zuschussrente, mit der geringe Altersbezüge vom Staat auf 850 Euro aufgestockt werden sollen, ist zur Verhinderung von Altersarmut geplant. Voraussetzung soll sein, dass die Betroffenen jahrzehntelang Mitglied der Rentenversicherung waren und auch kontinuierlich privat fürs Alter vorgesorgt haben. Die Ministerin hat dabei nach eigenem Bekunden vor allem Frauen im Blick, die Teilzeit gearbeitet, Kinder erzogen, Eltern gepflegt und nach ihren Möglichkeiten zusätzlich fürs Alter vorgesorgt haben.
Kritiker halten die Zuschussrente für wenig zielführend. Der Rentenexperte der Grünen, Wolfgang Strengmann-Kuhn sagte, die Zuschussrente sei lediglich ein "Aufstockungsmodell": "Das nützt nichts, hilft nicht gegen Armut und ist zudem noch äußerst bürokratisch.
Trotz der für Juli angekündigten Rentenerhöhung wächst nach Einschätzung der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit in Europa (OECD) in Deutschland die Gefahr von Altersarmut. Dies liege vor allem an der engen Bindung der Rentenhöhe an die Beiträge. Linke und Grüne forderten die Einführung einer Mindestrente.
Quelle: AFP, dpa, dapd, t-online.de
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