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Lebensversicherung findet immer weniger Vertrauen

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Lebensversicherung  

Lebensversicherung findet immer weniger Vertrauen

11.11.2012, 10:39 Uhr | dapd, dpa-AFX

Lebensversicherung findet immer weniger Vertrauen. Vertrauen in Kapital-Lebensversicherungen schwindet  (Quelle: imago)

Vertrauen in Lebensversicherungen schwindet (Quelle: imago)

Die klassische Kapitallebensversicherung war der Deutschen liebste Anlageform fürs Alter. War. Denn das Vertrauen der Deutschen in die Lebensversicherung ist erschüttert. Nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag von "Bild am Sonntag" würden 69 Prozent der Bundesbürger heute keine solche Versicherung mehr abschließen. Nur 29 Prozent würden es weiterhin tun.

Auch bei der Frage, ob Versicherungskonzerne die einst zugesagten Leistungen bei Lebensversicherungen in voller Höhe ausbezahlen werden, sind die Deutschen skeptisch: 66 Prozent glauben nicht an eine Auszahlung in voller Höhe. Nur 23 Prozent sind hierbei zuversichtlich. Emnid befragte repräsentativ 504 Personen bundesweit.

Bundesfinanzministerium schließt finanzielle Probleme bei Versicherern nicht mehr aus

Wegen der aktuellen Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank schließt das Bundesfinanzministerium nicht mehr aus, dass einzelne Lebensversicherer finanzielle Probleme bekommen könnten. Erste Lebensversicherer erwägen, bei der Finanzaufsicht BaFin den Antrag auf zeitweise Aussetzung des eigentlich unantastbaren Garantiezinses (aktuell 1,75 Prozent, bei älteren Verträgen bis zu vier Prozent) zu stellen. Selbst eine erneute Absenkung werde nicht ausgeschlossen.

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Gute Renditen kaum mehr zu erwirtschaften

Neben Sparbuch und Immobilien zählt die Lebensversicherung noch zu den klassischen Vorsorgeformen der Deutschen. Doch die Versicherer haben es zunehmend schwer, gute Renditen zu erwirtschaften und an die Kunden weiterzugeben. Dazu sagte eine Sprecherin der Talanx AG (u.a. HDI Leben, Targo Leben): "Die politisch gewollte Niedrigzinspolitik zur Sanierung von Banken und Staatshaushalten wird auf dem Rücken der Menschen ausgetragen, die sich selbstverantwortlich um ihre Altersvorsorge kümmern. Wenn die private Altersvorsorge ihren Beitrag zur finanziellen Absicherung der Rentner erfüllen soll, muss die expansive Geldpolitik mittelfristig ein Ende finden."

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