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Österreichs Rentner sauer auf Deutschland

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Österreichs Rentner sauer auf Deutschland

28.03.2013, 17:01 Uhr | dpa-AFX

Österreichs Rentner sauer auf Deutschland. Die Besteuerung der Renten sorgt für Streit mit Österreich (Quelle: imago/mcPhoto)

Die Besteuerung der Renten sorgt für Streit mit Österreich (Quelle: imago/mcPhoto)

 

Immer mehr Rentner müssen hierzulande Steuern zahlen. Das ist die Folge der 2005 eingeführten sogenannten nachgelagerten Besteuerung der Rente. Und auch bei Österreichern, die eine Rente aus Deutschland beziehen, will der Fiskus zugreifen. Das stößt im Nachbarland zunehmend auf Unmut.

Einzigartig in der europäischen Steuergeschichte

Nachträglich besteuert werden sollen Rentenzahlungen an Senioren aus Österreich, die früher einmal in Deutschland gearbeitet haben. Dass ein Land plötzlich Renten besteuere und die Nachzahlungen Jahre später geballt einfordere, sei einzigartig in der europäischen Steuergeschichte, sagte der zuständige Sektionschef des österreichischen Finanzministeriums, Wolfgang Nolz, dem Radio Ö1 vom Österreichischen Rundfunk (ORF).

Laut Notz hat das in Deutschland zuständige Finanzamt in Neubrandenburg an die österreichischen Rentner noch kurz vor Ablauf der Verjährungsfrist eine Aufforderung zur Abgabe einer Steuererklärung rückwirkend ab dem Jahr 2005 verschickt.

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150.000 Betroffene in Österreich

Dabei wurden die Rentner angeblich niemals über die Gesetzesänderung informiert. "Das hat sicherlich niemand kapiert, dass da jetzt ein Gesetz gekommen ist, das plötzlich alle verpflichtet, wenn sie aus Deutschland eine Pension beziehen, in Deutschland eine Steuererklärung abzugeben", sagte Wolfgang Nolz laut ORF.

Es gehe um Beträge zwischen fünf Euro und mehreren Tausend Euro Steuerschuld pro Jahr seit 2005. "Wenn man das plötzlich zusammen bezahlen muss, ist das fast nicht schaffbar", kritisierte Nolz. Betroffen sein sollen rund 150.000 Menschen.

"Unglückliche Aktion" der Nachbarn

Aus dem Finanzministerium in Wien hieß es am Donnerstag, es sei eine "unglückliche Aktion" der Nachbarn gewesen. Österreichs konservative Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) habe sich bereits vor Monaten mit dem Problem an ihren Amtskollegen Wolfgang Schäuble (CDU) gewandt und einen Brief übergeben, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Nach Ostern soll eine Delegation zum zuständigen deutschen Finanzamt Neubrandenburg reisen und mögliche Ausnahmen für Härtefälle verhandeln.

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