09.06.2013, 11:29 Uhr | t-online.de, AFP, dpa
Sozialbetrug in Italien: In hunderten Fällen haben Norditaliener widerrechtlich die Renten von Verwandten bezogen, die oftmals schon jahrelang tot waren. Das haben laut italienischen Medienberichten Überprüfungen durch die Finanzpolizei in der Region um Lecco bei Mailand ergeben. Aber auch in anderen Regionen des Landes haben Bürger durch Sozialbetrug abkassiert.
So habe ein Enkel sieben Jahre lang die Rente seines Großvaters eingestrichen. Das Geld muss er nun zurückzahlen.
In einem anderen Fall soll sich ein Mann die Rente seines längst verstorbenen Vaters erschlichen haben, indem er dessen Leiche einmauerte. Obwohl der Rentner aus der Ortschaft Subiaco nahe Rom schon im August 2011 gestorben war, konnte sein Sohn so weiterhin dessen monatliche Altersversorgung in Höhe von 1400 Euro kassieren, wie italienische Medien berichteten. Ob er ihn möglicherweise sogar zu diesem Zweck umbrachte, werde von einem Gerichtsmediziner überprüft.
Bereits Anfang des Jahres berichtete die "Bild"-Zeitung, dass aufgrund von flächendeckenden Sozialbetrugs in Italien ein Schaden in Milliardenhöhe entstanden sei. Demnach wurde in 22.000 Fällen insgesamt 6,5 Milliarden Euro abkassiert. Dabei kennt der Einfallsreichtum keine Grenzen: Kostenloses Kindergartenessen für Millionärssprösslinge, Invalidenrenten für quicklebendigen Mittvierziger, die an Extrem-Bergläufen teilnehmen oder Schein-Behinderungen.
Wie die "Bild" berichtete, hätten die Simulanten teilweise über Jahrzehnte Stütze bezogen. Möglich war zum Beispiel der Betrug bei den toten Rentnern, weil die Sozialversicherungen das Ableben nicht registriert hatte, obwohl es im Einwohnermeldeamt vermerkt war. Um welche Summen es dabei insgesamt ging, wurde zunächst nicht bekannt. Die Rentenzahlungen wurden sofort gestoppt.

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Aber auch in Griechenland wurden in diesem Jahr etliche Betrugsfälle aufgedeckt. Die Abzocke durch sogenannte Phantom-Rentner ging so weit, dass die Regierung mobil machte. Rund 50.000 Menschen haben sich nach offiziellen Angaben in Griechenland 2012 trotz intensiver Kontrollen Renten und Pensionen verstorbener Angehöriger erschlichen.
09.06.2013, 11:29 Uhr | t-online.de, AFP, dpa
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