02.08.2013, 15:08 Uhr | dpa, t-online.de
Viele Frauen kümmern sich zu wenig um ihre finanzielle Versorgung im Alter (Quelle: imago/wolterfoto)
Jede dritte Frau in Deutschland kümmert sich nicht um ihre finanzielle Versorgung im Alter und setzt sich damit einem erhöhten Risiko der Altersarmut aus. Ganze 30 Prozent der 18- bis 65-jährigen Frauen in Deutschland zahlen keinen einzigen Cent in eine eigene Altersvorsorge ein, wie aus einer repräsentativen Umfrage der R+V Versicherung hervorgeht. Gegenüber der letzten Umfrage von 2009 habe dieser Anteil sogar noch zugenommen. Damals hatten rund 21 Prozent der Frauen angegeben, nicht privat fürs Alter zu sparen.
Weil Frauen im Durchschnitt weniger als Männer verdienen, zudem oft Teilzeit arbeiten und obendrein wegen Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen häufiger aus dem Beruf aussteigen, beschränkte sich die Umfrage nur auf weibliche Teilnehmer.
Genannte Faktoren haben drastische Folgen für deren Altersversorgung: So erhalte eine Frau im Durchschnitt nur die Hälfte der gesetzlichen Rente eines Mannes. Gleichzeitig zeige die Statistik, dass Frauen etwa fünf Jahre länger leben als Männer.
Umso mehr dränge sich die Frage auf, warum so viele Frauen nichts in eine private Altersvorsorge einzahlen. Der Umfrage zufolge haben vor allem 18- bis 29-Jährige einen deutlichen Nachholbedarf. Aber auch Singles, Frauen mit einem Haushaltseinkommen von unter 1500 Euro netto und nicht berufstätige Frauen kümmern sich überdurchschnittlich häufig nicht um eine eigene private Altersversorgung.
Die Ergebnisse der R+V-Umfrage lesen sich ganz ähnlich wie die einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) von Anfang des Jahres. Auch dieser Erhebung zufolge sind Frauen deutlich stärker von Altersarmut bedroht als Männer. Sie verfügen dem Institut zufolge im Durchschnitt über 33.000 Euro weniger gesetzliche Rente als ihre Partner.
Sowohl die R+V wie die DIW-Experten raten Frauen deshalb, sich möglichst frühzeitig privat abzusichern. Dabei führen beide zu allererst die staatlich geförderte Riester-Rente ins Feld. "Jede Frau - unabhängig davon, ob sie berufstätig ist oder nicht - kann schon mit kleinen Beiträgen selbst fürs Alter vorsorgen", sagt R+V-Expertin Daniela Steinle.
Der Abschluss eines staatlich geförderten Riester-Vertrags sei bereits mit einem Eigenanteil von jährlich 60 Euro möglich. "Das sind gerade einmal fünf Euro pro Monat.". Der Staat gebe dafür pro Vertrag einen jährlichen Zuschuss von 154 Euro. Mütter erhielten für jedes Kind außerdem zwischen 185 und 300 Euro pro Jahr.
Das DIW wies anlässlich seiner Studie zudem darauf hin, dass eine Ehefrau, wenn ihr Mann pflichtversicherter Angestellter, Beamter, Landwirt oder Berufssoldat und damit selbst förderberechtigt ist, auch ohne eigenes Einkommen einen eigenständigen Vertrag abschließen kann. Sie muss für ihren Partnervertrag dann keinen Cent an Beiträgen einzahlen. Frauen, die Arbeitslosengeld I oder II beziehen, können ebenfalls riestern, so das DIW.
02.08.2013, 15:08 Uhr | dpa, t-online.de
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