Nicht empfehlenswert
"Ökotest" bewertet Lebensversicherungen negativ29.08.2013, 09:40 Uhr | AFP
Die Zeitschrift "Ökotest" hält Lebensversicherungen als Altersvorsorge für nicht empfehlenswert. Bei einer Untersuchung sei herausgekommen, dass die Renditen von Lebensversicherungen in den vergangenen Jahrzehnten in den meisten Fällen niedriger ausfielen als bei einer Anlage des Geldes in Sparplänen mit Bundesanleihen. Im Vergleich hätten Verbraucher dabei auf 1,23 bis 2,35 Prozent Rendite verzichtet.
"Ökotest" beruft sich auf eine nicht repräsentative Analyse von 76 abgelaufenen Kapitallebensversicherungen und sieben Rentenversicherungen, die zwischen 1963 bis 2001 abgeschlossen worden waren. Demnach brachten die Policen, die der Zeitschrift von der Verbraucherzentrale Hamburg anonymisiert übergeben worden waren, Renditen zwischen 3,1 und 4,49 Prozent pro Jahr.
Eine parallele Anlage des Geldes in Schatzbriefen hätte demnach aber Renditen von 4,33 bis 6,73 Prozent gebracht. Auch Policen, die lange vor der jetzigen Niedrigzinsphase abgeschlossen worden seien, hätten mit ihren Erträgen somit hinter den Vergleichssparplänen gelegen.
Die Gründe liegen laut "Ökotest" zum Teil bei den Kosten, die insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren extrem hoch gewesen seien. Die Ablaufrendite sei zudem stets niedriger gewesen als die Prognose des Anbieters, hieß es. Nur in vier der untersuchten 83 Fälle habe der Kunde am Ende besser abgeschnitten als bei der Vergleichsanlage.
Derzeit haben Lebensversicherungen mit dem niedrigen Zinsniveau zu kämpfen, was sich auf die Rendite der Sparer auswirkt. Schuld sind die extrem niedrigen Renditen für krisensichere Staatsanleihen, in die Anbieter ihre Kundengelder anlegen müssen. Das senkt die Gewinnausschüttung im Vergleich zu früher noch weiter.
Bundesanleihen zählen zu diesen besonders krisenfesten Anleihen, die als "sichere Häfen" betrachtet und deshalb in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrisen bei den professionellen Anlegern beliebt sind. Das drückte ihre Rendite auf historische Tiefststände.
Bundesschatzbriefe als unkomplizierte festverzinsliche Papiere für Privatanleger gibt es inzwischen ohnehin nicht mehr. Diese können aber unter anderem noch in Bundesanleihen mit langen Laufzeiten von zehn oder sogar 30 Jahren investieren, sofern sie dies über eine Bank oder eine Sparkasse abwickeln.
Verbraucherschützer haben bisher geraten, alte Lebensversicherungen mit noch höherem Garantiezins nicht zu kündigen. Diese Verträge mit Abschlussjahr 2003 und älter bringen eine Mindestverzinsung von 3,25 bis 4,0 Prozent. Bei derzeit neu abgeschlossenen Lebensversicherungen liegt der Garantiezins nur noch bei 1,75 Prozent.
Die Kunden können jedoch prüfen, ob sie die Police weiter besparen wollen oder auf dem gegenwärtigen Niveau beitragsfrei bis zum Vertragsende weiterlaufen lassen. Bei einer Kündigung - vor allem in den ersten Jahren - erhalten die Kunden in der Regel sogar weniger Geld zurück als sie eingezahlt haben, weil die Versicherungsgesellschaften von den Beiträgen zuerst ihre Kosten und die Abschlussprovision für den Vermittler abziehen.
29.08.2013, 09:40 Uhr | AFP
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