19.12.2012, 12:42 Uhr | dapd
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat die Bausparkassen aufgefordert, mit ihren Kunden fair umzugehen. Hintergrund sind die Versuche von Bausparkassen, Bausparer zur Aufgabe älterer, hochverzinster Verträge zu bewegen. Über diese Praxis hatte unter anderem die Zeitschrift "Finanztest" berichtet. Aigner sagte nun dazu dem "Handelsblatt": "Ich erwarte, dass Vertragspartner fair miteinander umgehen." Die Fairness werde verletzt, wenn ein Vertragspartner das Vertrauen des anderen ausnutze, um diesen zu finanziell nachteiligen Entscheidungen zu bewegen, die dem eigenen Vorteil dienten.
"Bei jeder Vertragsumwandlung ist Vorsicht geboten. Wer die finanziellen Konsequenzen nicht abschätzen kann, sollte unabhängigen Rat in Anspruch nehmen", forderte Aigner die Kunden vor Abschluss eines neuen Vertrags auf.
"Finanztest" und auch die unabhängige Finanzberatung FMH aus Frankfurt hatten bei ihren Beispielen keine konkreten Namen genannt. Laut "Handelsblatt" soll jedoch die Bausparkasse Wüstenrot versucht haben, Kunden zu deren Schaden von hoch in niedriger verzinste Verträge zu locken. Die Bausparkasse habe an Hunderttausende Kunden Briefe verschickt, in denen sie ihnen vorschlug, den mit mindestens 3,5 Prozent verzinsten Bausparvertrag zu kündigen und einen neuen, deutlich niedriger verzinsten Vertrag zu unterschreiben.
"Bei einem üblichen, 14 Jahre laufenden Bausparvertrag, der über 40.000 Euro abgeschlossen wurde, beliefe sich je nach Restlaufzeit der Verlust auf mehrere Tausend Euro", schreibt die Zeitung. Wüstenrot wehrte sich gegen die Vorwürfe. Ziel der Aktion sei es gewesen, Kunden zu beraten, die das Sparziel ihres Bausparvertrags nicht mehr erreichen können, hieß es in einer Mitteilung.
"Sollte es im Zuge dieser Beratungen im Einzelfall Umstellungen von Konten gegeben haben, die nicht im Kundeninteresse und auch im Sinne dieses Vorgehens gewesen sind, wird Wüstenrot dies selbstverständlich ohne Einbußen für die Kunden korrigieren", erklärte das Unternehmen.
Wer noch einen guten Bausparvertrag aus den Zeiten der Jahrtausendwende hat, kann zum Beispiel die Zahlungen einstellen, um sich weiter die hohen Zinsen zu sichern. Denn die Bausparkasse kann den Vertrag kündigen, wenn die Bausparsumme erreicht ist.
19.12.2012, 12:42 Uhr | dapd
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